Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissen ist Macht: Aufbau einer europäischen Wissens-Gesellschaft

17.03.2006


European Science Foundation (ESF) wird einen bedeutenden Blick in die Zukunft werfen, wie Europa das Beste aus besserer Ausbildung machen kann


Wissen und Ausbildung sind Schlüsselfaktoren bei der ökonomischen und sozialen Entwicklung in den europäischen Ländern; bemerkenswerter weise gibt es bisher wenig Forschung über die Prozesse, die dieses Wissen erzeugen d.h. bessere Ausbildung und seine Beziehungen zum Rest der Gesellschaft. Vorhandene Forschungen auf diesem Gebiet sind typischerweise ausführlich beeinflusst durch kurzfristige politische Agenden und relativ scharf fokussiert auf Inhalte und Traditionen innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen.

Nachdem nun inner-europäische Grenzen immer weniger signifikant für die zukünftige ökonomische und soziale Entwicklung werden, entsteht ein Druck auf nationale Systeme für höhere Ausbildung, kompatibler und innovativer zu werden. Als einen ersten Schritt in Richtung der notwendigen Änderungen und Entwicklungen, wird die ESF eine neue Zukunftsstudie erstellen, um zu untersuchen, wie höhere Ausbildung über internationale Grenzen hinweg in Zukunft untersucht werden kann.


Das Ziel dabei ist es, eine Langzeit-Forschungs-Strategie zu entwickeln, mit der die Beziehungen zwischen höherer Ausbildung und sozialen und ökonomischen Chancen erklärt werden können, wie bessere Ausbildung den Weg zum erfolgreichen Aufbau einer sogenannten ’Wissens-Gesellschaft’ aufzeigen kann.

Die europäische Forschung hat bereits ein Forum für die Standardisierung höherer Ausbildung in europäischen Ländern inspiriert - in Form des Bologna-Prozesses. Dieser Prozess begann 1999, als 29 Länder eine Erklärung unterzeichneten, wonach der Standard akademischer Abschlüsse harmonisiert werden sollte. Seither wurden weitere Länder eingeladen die Erklärung ebenfalls zu unterzeichnen und alle zwei Jahre kümmern sich Meetings auf Regierungsebene um die Fortsetzung des Prozesses.

Um den wichtigsten Schritt bei der Definition der Entwicklungen zu nehmen die in Zukunft benötigt werden, wird diese Zukunftsstudie, zusätzlich zu den potentiellen ökonomischen Beiträgen, eine Reihe von Aspekten der Forschungs-Agenda für eine höhere Ausbildung untersuchen. Dazu gehören seine Steuerung, Finanzierung und die Notwendigkeit gleiche Chancen und soziale Gerechtigkeit für alle zu bieten, die das Potential haben, ihren Beitrag zu einer erfolgreichen ’Wissens-Gesellschaft’ zu leisten. Das ist ein bedeutender Schritt bei der Bildung eines fairen und transparenten Systems für eine höhere Ausbildung.

Professor John Brennan vom Centre for Higher Education Research and Information, in Grossbritanniens offener Universität (Open University), wird die Zukunftsstudie leiten. Er kommentiert:

"Universitäten als Forschungs-Zentren tendieren dazu, absolut alles zu untersuchen - aber nicht sich selbst! Ich wünsche mir, dass höhere Ausbildung als ein Gebiet der Forschung seriöser gesehen wird. Ich sehe diese Zukunftsstudie als eine Gelegenheit an, eine klare, langfristige Forschungs-Agenda zu entwickeln."

Grundsätzlich zielt diese Zukunftsstudie auf die Forschungs-Gemeinschaft ab, um klare und effektive Richtlinien für die Ausrichtung der Forschung zu geben, sie hat aber auch das Potential, die Forschungs-Gemeinschaft direkt mit den Entscheidungsträgern zu verbinden. Interesse gibt es bereits von Seiten der Politik auf nationaler Ebene und auch von der European Universities Association (EUA). Zusammen mit den politischen Fragen die dieses Studie stellen möchte, könnte dies der Beginn eines transparenteren und kohäsiveren Systems höherer Ausbildung in ganz Europa sein.

"Europa hat eine gemeinsame kulturelle und ökonomische Geschichte und so ergibt es einen Sinn, Europa für diese Studie als ein Ganzes zu betrachten," erklärte Professor Brennan. "Nachdem wir einmal etabliert haben was das Spezielle einer höheren Ausbildung in Europa ist, können wir uns umsehen und herausfinden, welche Implikationen dies bei einer globalen Betrachtungsweise haben wird."

Ansprechpartner:
Professor John Brennan
Centre for Higher Education Research and Information
The Open University
44 Bedford Row
London
WC1R 4LL
Grossbritannien
Tel: +44-207-447-2564
E-Mail: j.l.brennan@offen.ac.uk
Victoria Gill
Communications Department
European Science Foundation
1, quai Lezay Marnésia
BP 90015
F-67080 Strassburg Cedex
Frankreich
Tel: +33-3-88-76-7114
E-Mail: vgill@esf.org

Professor John Brennan | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.esf.org/esf_pressarea_page.php?language=0&section=6&year=2006& newsrelease=106
http://www.esf.org

Weitere Berichte zu: Centre Forschungs-Agenda Prozess Zukunftsstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

Luftfahrt der Zukunft

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie