Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für den barrierefreien Wissenstransfer

22.02.2006


TU Chemnitz fördert den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet

Die uneingeschränkte wissenschaftliche Kommunikation gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Forschung und Lehre in der globalen Wissensgemeinschaft. Wissenschaftler auf der ganzen Welt wollen ihre aktuellen Forschungsergebnisse möglichst schnell publizieren, häufig zitiert werden und sich mit ihren Fachkollegen austauschen. Diesem Wissenstransfer werden jedoch durch steigende Preise für Fachzeitschriften und zunehmende Zugriffsbeschränkungen für wissenschaftliche Publikationen durch kommerzielle Verlage immer höhere Barrieren gesetzt. Die Verbreitung von Forschungsergebnissen über kostenlose und frei zugängliche Plattformen im Internet liegt deshalb nicht nur auf der Hand sondern voll im Trend. Dieser so genannte "Open Access", der eine verlässlich und dauerhafte Speicherung von wissenschaftlichen Informationen voraussetzt, erleichtert den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Wissenschaftswelt. Da frei zugängliche Publikationen auch häufiger zitiert werden, sind Forschungsergebnisse so auch besser wahrnehmbar, was letztendlich dem höheren internationalen Ansehen der Wissenschaftler dient.

Vor diesem Hintergrund haben sich der Senat und das Rektorat der Technischen Universität Chemnitz vor wenigen Tagen mit einer Resolution für die offizielle Unterstützung von "Open Access" ausgesprochen und ermutigen alle TU-Angehörigen, stärker als bisher in bestehenden Open-Access-Zeitschriften zu publizieren sowie eine Kopie ihrer Verlagspublikationen auf dem Dokumentenserver der TU Chemnitz abzulegen. Mit diesen Empfehlungen folgt die TU Chemnitz der "Berliner Erklärung" zu Open Access, die durch die Max-Planck-Gesellschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie weitere Forschungs- und Förderorganisationen herausgegebenen wurde.

Die Chemnitzer Universität betritt dabei kein Neuland. Bereits seit 1995 nutzen die Wissenschaftler und Studenten für die Selbstarchivierung ihrer Publikationen als Open Access-Plattform den Dokumenten- und Publikationsserver MONARCH ( http://www.archiv.tu-chemnitz.de ). Dieses "Multimedia ONline ARchiv Chemnitz" ist zugleich eines der deutschlandweit ersten zertifizierten Online-Archive für akademische Schriften. Der gemeinsame Dienst von Universitätsrechenzentrum und Universitätsbibliothek der TU Chemnitz bietet geprüfte Datensicherheit, konstante Adressierung der Dokumente, Unveränderbarkeit durch digitale Sicherungsverfahren, interne Recherchemöglichkeiten sowie die Integration in überregionale Suchmaschinen. Die Langzeitverfügbarkeit und dauerhafte Adressierung etwa von Dissertationen und Habilitationen ist durch eine weltweit eindeutige Indentifizierung dieser Publikationen sowie durch die zusätzliche Speicherung auf dem Server der Deutschen Bibliothek gesichert. Für jedes archivierte Dokument wird zudem eine Zugriffsstatistik ausgewiesen, die lokale, bundesweite und weltweite Zugriffe enthält. Eine Parallelveröffentlichung in einem Verlag und auf dem Hochschulserver ist möglich.

Weitere Informationen zu MONARCH findet man unter http://archiv.tu-chemnitz.de . Auskünfte zu Entwicklung und Betrieb erteilt Christoph Ziegler vom Universitätsrechenzentrum, Telefon (03 71) 5 31 - 15 48, E-Mail czi@hrz.tu-chemnitz.de . Informationen zu inhaltlichen und bibliothekarischen Aspekten gibt Ute Blumtritt, Telefon (03 71) 5 31 - 12 90, E-Mail Ute.Blumtritt@bibliothek.tu- chemnitz.de.

Übersicht von mehr als 2.000 Open-Access-Zeitschriften (Directory of Open Access Journals an der Universität Lund): http://www.doaj.org

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de
http://www.doaj.org
http://archiv.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Open Universitätsrechenzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise