Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Netzwerk zur Begabtenförderung

10.02.2006


BTU Cottbus und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg unterzeichnen Rahmenvereinbarung zur gezielten Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich begabter Schülerinnen und Schüler



Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg haben am Freitag, 10. Februar 2006, eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet mit dem Ziel, ein Netzwerk zur gezielten Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich begabter Schülerinnen und Schüler aufzubauen. BTU-Präsident Prof. Dr. Ernst Sigmund und der Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Holger Rupprecht, unterschrieben die Vereinbarung im Medienzentrum der Universität (IKMZ).

... mehr zu:
»BTU »Modellprojekt »Rekultivierung


Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg: "Mit dieser Unterzeichnung wird für das Land Brandenburg ein einmaliges Kooperationsprojekt begründet. Es geht um den Aufbau eines naturwissenschaftlichen Netzwerkes zwischen Schulen und Hochschulen. Die BTU und das Steenbeck-Gymnasium nehmen eine innovative Vorreiterrolle ein. Dabei geht es unter anderem darum, Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen zu fördern, indem sie schon während ihrer Schulzeit an universitären Veranstaltungen teilnehmen und dort anrechenbare Studienleistungen erbringen können."

Prof. Ernst Sigmund, Präsident der BTU Cottbus, betonte, dass das Neue an der Kooperationsvereinbarung darin bestehe, die jahrelange und erfolgreiche Zusammenarbeit auf die nächst höhere Stufe zu heben. "Die Aktivitäten sollen gebündelt werden, einen klaren, auf die Technische Universität ausgerichteten Fokus erhalten und, auf ministeriale Ebene gehoben, einen viel weiterführenden Charakter haben als bisher."

"Nachdem in den vergangenen Jahren deutlich geworden ist, wie ungenügend die Vorbereitung der Schüler auf das Studium und die dort gestellten Anforderungen häufig ist, versucht die BTU durch Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen auf das universitäre Arbeiten vorzubereiten und Lehrinhalte zu vermitteln", erläuterte Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl, Inhaber des BTU-Lehrstuhls Bodenschutz und Rekultivierung und Leiter des Modellprojekts, die Initiative der BTU. "Gerade in den neuen Ländern entscheiden sich zu wenige Abiturienten für ein Studium, noch weniger wählen eine mathematisch-, naturwissenschaftlich- oder technisch-orientierte Studienrichtung. Das Universitätspraktikum als eine Säule der Kooperation soll helfen, die Schüler auf den Hochschulalltag vorzubereiten und letztlich für ein Studium zu begeistern."

Gemeinsam mit der Diplom-Lehrerin für Biologie- und Chemie, Viola Liebig, initiierte Prof. Hüttl das Konzept für das in diesem Umfang deutschlandweit einmalige Kooperationsprojekt "Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzten sich" zwischen der BTU und dem Cottbuser Max-Steenbeck-Gymnasium. Das Projekt begann mit dem "Universitätspraktikum" an der BTU Cottbus im September 2005 mit 60 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums mit spezieller mathematisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung. Der Unterrichtstag an der Universität ermöglicht den Schülern, einmal pro Monat in kleinen Forschungsprojekten an 11 Lehrstühlen der BTU ihre Fähigkeiten und Interessen in Vorlesungen und praktischen Übungen in den Labors zu erproben. Die erarbeiteten Ergebnisse werden zum Abschluss vor Professoren, Lehrern und Mitschülern präsentiert und können bei einer späteren Immatrikulation an der BTU als bereits erbrachte Studienleistung Anrechung finden. Die involvierten Wissenschaftler lassen ihre Begeisterung für die Forschung erkennen und helfen, bei den Schülerinnen und Schülern ein adäquates Gesamtbild zu entwerfen.

Für den Aufbau des mathematisch-naturwissenschaftlichen Netzwerkes werden weitere Schulen der Region sowie aus anderen Bundesländern einbezogen. Interesse hat bereits das Paul-Gerhardt-Gymnasium in Lübben bekundet.

Für das einmalige Modellprojekt wurde für die Laufzeit von drei Jahren eine Anschubfinanzierung eingeworben. Die Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart hat dieses Projekt in ihr Networking-Programm aufgenommen und somit erstmals im Land Brandenburg für die Förderung mathematisch und naturwissenschaftlich begabter Schülerinnen und Schüler die finanzielle Unterstützung zugesagt.

Darüber hinaus halten Wissenschaftler aus der BTU am Steenbeck-Gymnasium fachspezifische Vorträge, die die schulischen Lehrinhalte um den Aspekt der aktuellen Forschung erweitern. Die BTU stellt ihre Labore zur Verfügung, damit Schüler und Lehrer von der besseren Ausstattung profitieren können.

Weitere Informationen:
Prof. Reinhard F. Hüttl, LS Bodenschutz und Rekultivierung, Netzwerk-Projektleiter,
Tel. 0355/69-2117

Birgit Besse | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

Weitere Berichte zu: BTU Modellprojekt Rekultivierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten