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Fachhochschulmodell nach China exportiert

24.01.2006


FH Brandenburg beteiligt sich an Chinesisch-Deutscher Hochschule in Shanghai



Die Fachhochschule Brandenburg (FHB) vertieft weiter ihre internationalen Beziehungen und beteiligt sich an einem Hochschulkonsortium für die Chinesisch-Deutsche Hochschule der Tongji-Universität in der chinesischen Metropole Shanghai. Bereits im kommenden Wintersemester 2006/2007 werden bis zu zehn chinesische Studierende im Rahmen dieses Projekts an der FH Brandenburg erwartet.



Mit der Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) hält die praxisorientierte ingenieurwissenschaftliche Ausbildung nach dem Modell deutscher Fachhochschulen Einzug in das chinesische Bildungssystem. Ein entsprechender Konsortialvertrag wurde am Freitag vergangener Woche in Esslingen unterzeichnet. Die Fachhochschule Esslingen - Hochschule für Technik ist Leithochschule des Projekts und empfing an diesem Tag die Vertreter der Tongji-Universität, der zwölf beteiligten deutschen Hochschulen (Fachhochschulen Bochum, Brandenburg, Braunschweig/Wolfenbüttel, Erfurt, Jena, Karlsruhe, Köln, München, Wiesbaden, Zittau-Görlitz, Westsächsische Hochschule Zwickau sowie FHTW Berlin), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der chinesischen Botschaft.

An der CDHAW in Shanghai können sich chinesische Studierende in drei Bachelor-Studiengänge einschreiben: Mechatronik, Fahrzeugservice/Kundenbetreuung und Versorgungstechnik. Voraussetzung ist ein sehr guter Abschluss in der chinesischen Hochschulzugangsprüfung. Zu Beginn des Studiums erlernen die Studierenden in sehr intensiven Kursen die deutsche Sprache, denn etwa 50 Prozent des Studiums finden in deutscher Sprache statt. Das Studium dauert vier Jahre. Davon ist ein einjähriger Aufenthalt an einer deutschen Hochschule bzw. ein praktisches Studiensemester in einem deutschen Unternehmen obligatorisch. Die FH Brandenburg bietet Lehrveranstaltungen im Studiengang Mechatronik an.

Die Lehrveranstaltungen werden von Professoren der Tongji-Universität, der deutschen Hochschulen und durch Lehrbeauftragte deutscher Firmen in Shanghai durchgeführt. Die Reisekosten für deutsche Wissenschaftler werden voraussichtlich vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) und durch das BMBF übernommen.

Stefan Parsch M. A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-brandenburg.de

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