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Praxissemester in China

10.10.2001


Seit langem pflegt die FH Aalen Kontakte zu ihren beiden chinesischen Partneruniversitäten S.I.T und S.U.T in Shen Yang, China. Sah die Partnerschaft bisher so aus, dass die Chinesen ihre Studierenden für ein Studienjahr oder als Doktoranden an die FH geschickt haben, so sollen jetzt auch Studierende aus Aalen regelmäßig ein Semester in Shen Yang verbringen. Das vereinbarten der Rektor der FH Aalen, Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering und Prorektor Prof. Dr. Michael Bauer mit ihren chinesischen Kollegen während eines Aufenthaltes in Shen Yang.


Bei einem Besuch von Haereus Quarzglas


Fünf Studierende der FH Aalen vor der Uni S.U.T. in Shen Yang



Den Weg dorthin ebnete der ehemalige Student der Internationalen Betriebswirtschaft, Dirk Tretter, als er sich vor zwei Jahren als erster Aalener Student nach China wagte. Der Pionier bereut keine Sekunde dieses Abenteuers. Seine Diplomarbeit fertigte er später bei der Firma Bosch in Shanghai an. Inzwischen bekleidet er eine hochdotierte Position bei einem deutsch-koreanischen Jointventure in Dalijan.

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"Absolventen mit China-Erfahrung werden von deutschen Unternehmen dringend gesucht.," berichtet Prof. Hering. Dies ergebe sich zum einen aus dem Wirtschaftswachstum von 7 bis 8% in China, zum anderen aus der noch vorhandenen Scheu vieler deutscher Studierenden, längere Zeit in einem derart fremden Kulturkreis zu verbringen.

Die FH Aalen sieht laut Rektor Hering genau das als Chance: Seit dem 1. September befinden sich nun neun Studierende der FH - vier Frauen, fünf Männer - in Shen Yang. In der Industriestadt mit 7 Mio Einwohnern werden Sie von den Partner-Universitäten betreut. Sie belegen dort zunächst einen zweimonatigen Intensiv-Sprachkurs, bevor sie für vier Monate ein betriebliches Praktikum absolvieren. Bereits im Vorfeld hatte die FH zusammen mit den chinesischen Partnern Firmen aussuchen können, die entweder ein Jointventure mit einem deutschen Unternehmen betreiben oder ein englischsprachiges Management haben. "Bei unseren Besuchen vor Ort hatten wir den Eindruck, dass unsere Studenten dort höchst willkommen sind", sagt Prorektor Prof. Bauer. "Mit den Studenten der Internationalen Betriebswirtschaft, des Internationalen Technischen Vertriebs und der Betriebswirtschaft für kleinere und mittlere Unternehmen bieten wir auch genau die richtigen Leute ."

Nur ab und zu plagt die Aalener Studenten leichtes Heimweh in dem zunächst fremden Land. So planen die neun eine Zugreise quer durch China, um Ende Oktober Bundeskanzler Schröder bei dessen Staatsbesuch in Peking zu treffen. Eine entsprechende Einladung haben Kanzleramt und Botschaft bereits in Aussicht gestellt.

Dr. Marc Dressler | idw

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