Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Auswertung der Anträge zur Exzellenzinitiative durch DFG und Wissenschaftsrat

22.11.2005


Bulmahn: "Große Aufbruchstimmung an den Hochschulen"

... mehr zu:
»DFG »Wissenschaftsrat

Die 319 bei Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat eingegangenen Antragsskizzen für Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte zum Ausbau der Spitzenforschung sind durchgängig auf einem hohen Niveau. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte dazu am Montag in Berlin: "Die vorgelegten Konzepte sind ein Beleg für das enorme Potenzial an Kreativität und Innovationswillen an den deutschen Hochschulen." Die eingereichten Konzepte zeichneten sich aus durch ein hohes Maß an Interdisziplinarität und vor allem durch rege Beteiligungen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie der Industrie. Auch die Geistes- und Sozialwissenschaften seien erfreulicherweise mit mehr als einem Viertel der Anträge gut vertreten.

"Dieser Wettbewerb hat eine bespiellose Aufbruchstimmung an den deutschen Hochschulen erzeugt. In einem bisher nicht gekannten Maße werden die Hochschulen heraus gefordert, ihr gesamtes Forschungspotenzial strategisch und zukunftsorientiert zu entwickeln", sagte Bulmahn. Sie begrüßte die Absicht der neuen Regierung, den Exzellenzwettbewerb fortzuführen. "Um eine Nachhaltigkeit dieses positiven Effekts für die Hochschullandschaft zu gewährleisten, muss für das Programm eine längerfristige Perspektive gefunden werden."


Die eingegangenen Antragsskizzen werden derzeit von DFG und Wissenschaftsrat geprüft. Etwa ein Viertel der eingegangenen Antragsskizzen zu Exzellenzclustern und rund die Hälfte der Skizzen zu Graduiertenschulen und Zukunftskonzepten wählt die international besetzte Gemeinsame Kommission am 20. Januar 2006 aus und fordert diese Bewerber dann zur Einreichung eines Vollantrages auf. Nach einer weiteren eingehenden Begutachtungsrunde soll die Bekanntgabe der Förderentscheidungen für alle drei Förderlinien im Herbst 2006 erfolgen. "Die Antragsskizzen zeigen, dass die Universitäten ein sehr breites Spektrum an Strategien entwickelt haben, wie sie mit den drei Förderlinien umgehen. Wir werden demnächst erfahren, welche davon besonders erfolgreich sind", erläuterte Frau Bulmahn.

Während aus sämtlichen Ländern Initiativen für die erste und zweite Förderlinie eingegangen sind, halten sich Universitäten aus sechs Ländern bei den Zukunftskonzepten noch zurück. Für April 2006 ist die zweite Ausschreibungsrunde geplant, die mit der Bewilligung von 714 Millionen Euro durch den Bund bereits sichergestellt ist. Bulmahn sagte dazu: "Einige Hochschulen haben sich bewusst entschieden, erst an dieser zweiten Ausschreibungsrunde teilzunehmen, so dass auch hier hochkarätige Anträge zu erwarten sind."

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: DFG Wissenschaftsrat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise