Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interdisziplinarität als Charakteristikum der Disziplinen

16.11.2005


Fachbereich Geowissenschaften / Geographie mit bundesweit einmaliger Struktur



Wie sieht die Zukunft des Regenwaldes aus? Wie gestalteten sich die Lebensbedingungen vor 200 Millionen Jahren? Ist der Ozonabbau zu stoppen? Was können einem Diamanten aus der Tiefe berichten? Hat das Rhein-Main Gebiet als Metropolregion Zukunft? Welche Schadstoffe befinden sich in unseren Gewässern? Was hat der Mensch mit dem Klimawandel zu tun? Warum sind Muscheln wichtige Klima-Archive? Wie entstehen Hurrikans?



Ebenso vielfältig, wie die Fragestellungen, die sich um die Lebensgrundlage Erde drehen, sind auch die Forschungsschwerpunkte der WissenschaftlerInnen am Fachbereich 11 Geowissenschaften / Geographie. In den Instituten des Fachbereichs mit 30 Professuren und über 1.000 Studierenden, Diplomanden und Doktoranden, davon etwa 46% weiblich, 54% männlich, beschäftigen sie sich mit der Struktur und Dynamik des Erdinnern und der Erdoberfläche, erforschen die wechselreiche Geschichte des Planeten und seiner Bewohner und beobachten und analysieren die Lebensräume auf unserer Welt. Die komplexen und vielseitigen Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen der Gestalt und der Zusammensetzung der Umwelt und dem Leben und der Entwicklung der Menschen spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

Bundesweit einzigartig ist der Zusammenschluss aller geowissenschaftlichen Fachrichtungen in einem Fachbereich unter Einbeziehung der humangeographischen Institute, die bereits vor vier Jahren vorgenommen wurde. Ein charakteristisches Merkmal für die Geowissenschaften in Frankfurt ist die intensive interdisziplinäre Forschung. Nicht nur fachbereichsintern, wie beispielsweise im Rahmen der "Sommerschule" des Fachbereiches, sondern auch fachbereichsübergreifend. Zu nennen wäre beispielsweise die Beteiligung der Institute für Mineralogie, Meteorologie, Physischen Geographie und Geophysik am Graduiertenkolleg "Archäologische Analytik" oder dem Zentrum für Interdisziplinäre Afrikaforschung.

Auch die wissenschaftliche Kooperation mit zahlreichen Universitäten aus dem In-und Ausland ist eine wichtige Komponente der interdisziplinären Forschung. So bestehen unter anderem enge Beziehungen zur Technischen Universität Darmstadt, der Universität Trier, der University of Glasgow und der University of Miami. Mit dem benachbarten Senckenberg-Institut bestehen engste Verbindungen - sei es nun bei der Mitarbeit von Studierenden bei Grabungen im Weltnaturerbe Grube Messel, die federführend von Senckenberg betreut werden, oder bei gemeinsamen Lehrveranstaltungen.

Seit dem Wintersemester 2005/06 wurden die bisherigen Diplom-Studiengänge Geologie/Paläontologie, Mineralogie und Geophysik durch einen gemeinsamen Studiengang Geowissenschaften ersetzt, der in ein 6-semestriges Studium mit Bachelor of Science Abschluss im Fach Geowissenschaften sowie in ein darauf folgendes 4-semestriges Studium mit Abschluss Master of Science in Geowissenschaften mit den Schwerpunkten Geologie-Paläontologie, Geophysik oder Mineralogie aufgeteilt wird; die bisherigen Diplom-Studiengänge werden künftig nicht mehr angeboten.

Der neue Bachelor-Abschluss bietet bereits nach dem 6. Semester einen akademisch orientierten, berufsqualifizierenden und europaweit anerkannten Status, während der darauf folgende Master-Studiengang auf einen akademisch-wissen schaftlichen Abschluss hinzielt. Die Fächer Geographie und Meteorologie bieten derzeit noch Diplomstudiengänge an, die Umstellung auf die Bachelor-/Master-Studiengänge ist aber bereits intensiv in Arbeit .

Fachbereich 11 Geowissenschaften/Geographie

"Mensch und Umwelt"
· Institut für Atmosphäre und Umwelt (IAU)
· Institut für Didaktik der Geographie (IDG)
· Institut für Kulturgeographie, Stadt- und Regionalforschung (KSR)
· Institut für Physische Geographie( IPG)
· Institut für Wirtschafts- und Sozialgeographie (WSG)

"Dynamik und Struktur der festen Erde"
· Geologisch-Paläontologisches Institut (GPI)
· Institut für Mineralogie (IMIN)
· Arbeitsbereich Geophysik

Studiengänge:
· Bachelor und Master of Science Geowissenschaften
· Diplom Geographie
· Diplom Meteorologie
· Diplom Geologie/Paläontologie
· Diplom Mineralogie
· Diplom Geophysik

Kontakt: Judith Jördens, Geo-Agentur, Tel.: +49(0)69 798-23908, E-Mail: Geo-Agentur@uni-frankfurt.de

Dr. Ralf Breyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.geo.uni-frankfurt.de

Weitere Berichte zu: Bachelor Geophysik Geowissenschaft Mineralogie Science

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie