Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erzieherinnen können jetzt an der Uni Bremen studieren

03.11.2005


Als erste bundesdeutsche Hochschule bietet die Universität gemeinsam mit dem Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder das Weiterbildende Studium "Frühkindliche Bildung" an. Damit haben erstmals praxiserfahrene Erzieherinnen und Erzieher auch ohne Hochschulzugangsberechtigung die Chance, sich auf Universitätsniveau weiterzubilden. Nach großem Erfolg mit fast 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland im ersten Jahr startet jetzt der zweite Durchgang. Eine Infoveranstaltung zum Weiterbildenden Studium findet am 9. November 2005 statt. Erste Studieneindrücke: "Das Studium gibt mir einen starken Motivationsschub. Da es sehr praxisbezogen und breit gefächert ist, habe ich viele Anstöße bekommen, um neue Projekte durchzuführen", so eine Teilnehmerin.



Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die kindliche Entwicklung. In Kindergarten und Grundschule werden die Weichen für die Zukunft der Kinder gestellt. Schon der Kindergarten muss daher zur Bildungseinrichtung werden, die Kinder in ihrer Entwicklung fördert und ihnen den Übergang in die Schule erleichtert. Dies stellt Erzieherinnen und Erzieher vor neue Herausforderungen, auf die sie durch ihre Ausbildung nur unzureichend vorbereitet sind. Die Universität Bremen reagiert auf diesen Bedarf. Als erste bundesdeutsche Universität bietet sie gemeinsam mit dem Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder der Bremischen Evangelischen Kirche das Weiterbildende Studium "Frühkindliche Bildung" (WSFB) an. Praxiserfahrene Erzieherinnen und Erzieher haben so auch ohne Hochschulzugangsberechtigung die Chance, sich auf Universitätsniveau weiterzubilden. Bis zum 30. November sind Anmeldungen für den zweiten Durchgang möglich. Eine Informationsveranstaltung zum Weiterbildenden Studium "Frühkindliche Bildung" findet am 9. November 2005 von 17 bis 19 Uhr in der Universität Bremen, SFG, Enrique-Schmidt-Str. 7, Raum 1040 statt. Das Studium beginnt am 21. Januar 2006.

... mehr zu:
»Erzieher »Erzieherin »Landesverband


Der erste Durchgang zeigte sich durchweg begeistert: "Nicht nur meine Haltung zum Lernen hat sich verändert, ich selbst bin anders geworden. Durch die Begeisterung der Dozentinnen und Dozenten ist ein Funke übergesprungen, sie lassen uns teilnehmen an einer Wissenschaft mit Herz", so eine Teilnehmerin aus Lübeck. "Die Teilnahme am Weiterbildenden Studium hat mir neben der Vertiefung von Wissen neue Blickwinkel auf meine Arbeit ermöglicht. Es gibt mir einen starken Motivationsschub, und da das Studium sehr praxisbezogen und inhaltlich breit gefächert ist, habe ich viele Anstöße bekommen, um neue Projekte durchzuführen", ergänzt eine Teilnehmerin aus Bremerhaven. Auch Dr. Petra Boxler vom Zentrum für Weiterbildung der Universität Bremen ist beeindruckt: "Die Erzieherinnen und Erzieher sind unglaublich engagiert bei der Sache und können von vielen Inhalten gar nicht genug bekommen, weil sie sofort Ideen haben, was sie damit in ihrer Einrichtung anfangen können."

Erster Schritt zum internationalen Anschluss

International renommierte Experten wie Professor Wassilios Fthenakis von der Universität Bozen fordern seit langem, Erzieherinnen und Erzieher an Hochschulen auszubilden, wie dies in anderen europäischen Ländern längst der Fall ist. Auch bereits im Beruf stehende Erzieherinnen und Erzieher benötigen erweiterte Kenntnisse und Kompetenzen: Sie sollen die sprachliche Entwicklung der Kinder ebenso fördern wie deren musisch-kreative Fähigkeiten. Und sie sollen Kinder darin unterstützen, selbst Antworten auf ihre vielen Fragen zu Natur, Technik, Kultur oder Religion zu finden. Übergangsprozesse zwischen Elternhaus, Krippe, Kindergarten und Grundschule werden wichtiger und müssen mit pädagogischer Kompetenz gestaltet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Familien der Kinder ganz unterschiedliche kulturelle und religiöse Vorstellungen mitbringen und die Lebensformen vielfältig geworden sind. Schließlich müssen Erziehungs- und Bildungspläne beachtet und in die Praxis umgesetzt werden.

"Das Weiterbildende Studium in Bremen ist ein wichtiges Vorhaben, um die Qualität der frühkindlichen Erziehungspraxis in den Kindertageseinrichtungen zu verbessern", betont Professor Fthenakis, der an den Planungen als Berater beteiligt war.

Die Fachbereiche Erziehungs- und Bildungswissenschaften und Human- und Gesundheitswissenschaften sowie das Zentrum für Weiterbildung der Universität Bremen haben das Weiterbildende Studium gemeinsam mit dem Landesverband als berufsbegleitendes, praxisorientiertes Studium konzipiert. Es knüpft an die Erfahrungen und Fragen an, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihrem beruflichen Alltag mitbringen. Das WSFB umfasst 430 Unterrichtsstunden, dauert zwei Jahre und schließt mit einem Universitäts-Zertifikat ab. Darüber hinaus werden international anerkannte Credit Points (gemäß ECTS) erworben.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Zentrum für Weiterbildung
Dr. Petra Boxler
Tel. 0421 218 3294
Email: boxler@uni-bremen.de

Angelika Rockel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Berichte zu: Erzieher Erzieherin Landesverband

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften