Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sprungbrett für Nachwuchswissenschaftler

01.11.2005


Max-Planck-Gesellschaft richtet weitere Selbstständige Nachwuchsgruppen ein



Wieder haben herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Chance, sich um die Leitung einer eigenen Selbstständigen Nachwuchsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft zu bewerben. Die internationale Ausschreibung ist offen für hochtalentierte junge Forscher aus allen Ländern. Das Bewerbungsverfahren im Internet läuft bis zum 20. Dezember 2005. Die Max-Planck-Gesellschaft stellt den in der Ausschreibung erfolgreichen Kandidaten fünf Jahre lang die notwendigen Personal-, Sach- und Investitionsmittel zur Verfügung, damit sie ein eigenes Forschungsvorhaben im Rahmen einer Selbstständigen Nachwuchsgruppe an einem ausgewählten Max-Planck-Institut verwirklichen können.



Die neuen Nachwuchsgruppen richtet die Max-Planck-Gesellschaft wiederum im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" ein. Für diese und weitere Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und exzellenter Grundlagenforschung wurde der Max-Planck-Gesellschaft von Bund und Ländern ein jährliches Wachstum von drei Prozent ihres Haushalts bis zum Jahr 2010 in Aussicht gestellt.

Die Max-Planck-Gesellschaft fördert seit 1969 besonders begabte junge Wissenschaftler als Leiter von zeitlich befristeten Selbstständigen Nachwuchsgruppen. Diese Positionen sind im In- und Ausland sehr begehrt, bieten sie doch jungen, im internationalen Wettbewerb ausgewählten Forscherinnen und Forschern die besondere Chance, auf der Basis eines begrenzten, aber gesicherten Etats ein Forschungsprogramm in eigener Verantwortung umsetzen und damit wichtige Grundlagen für ihren weiteren beruflichen Weg als Wissenschaftler legen zu können.

Bereits im September 2004 hatte die Max-Planck-Gesellschaft beschlossen, erstmals zusätzliche Selbstständige Nachwuchsgruppen international auszuschreiben. Dies erfolgte im Rahmen des "Pakt für Forschung und Innovation" von Bund und Ländern, der als eine konkrete Maßnahme vorsieht, die Zahl Selbständiger Nachwuchsgruppen in Deutschland weiter zu erhöhen.

Die Ausschreibung im Jahr 2004 war themenoffen. Die Kandidaten konnten ihren individuellen Projektvorschlag unterbreiten und in einer Prioritätenliste bis zu drei Max-Planck-Institute angeben, an denen sie bevorzugt forschen möchten. Ziel war es - unabhängig von bereits etablierten Forschungsfeldern und bestehenden Instituten - junge, innovative Köpfe für die Forschung in Deutschland zu gewinnen: Über 700 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich um eine dieser Positionen beworben; inzwischen sind 15 Stellen besetzt.

Derzeit fördert die Max-Planck-Gesellschaft insgesamt 53 Selbstständige Nachwuchsgruppen, von denen einige an Partnerinstituten im Ausland tätig sind. Daneben bestehen an Max-Planck-Instituten noch zahlreiche Nachwuchsgruppen, die durch andere Förderorganisationen, wie die DFG, das BMBF oder die Volkswagen-Stiftung gefördert werden.

Heute gibt es im deutschen Forschungs- und Hochschulsystem bereits mehr als 100 Hochschullehrer und/oder leitende Forscher, die ihre Karriere einmal als Leiter einer MPG-Nachwuchsgruppe begonnen haben.

Dr. Andreas Trepte | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

Weitere Berichte zu: Max-Planck-Institut Nachwuchsgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie