Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Würzburg - Keimzelle für deutsch-indische Forschungskooperation

26.10.2005


Deutschland und Indien wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung weiter ausbauen. Um diesen Prozess zu steuern, wurde ein Kontaktbüro eingerichtet. Angesiedelt ist es an der Uni Würzburg und an einem Forschungszentrum in Hyderabad. Das Büro soll künftig als eine Art Keimzelle für die Kooperation fungieren.



Indien hat mehr zu bieten als nur Computertechnologien. Das stellte auch Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn 2004 bei einem Besuch dieses Landes fest. In Gesprächen mit dem indischen Forschungsministerium wurden vor allem die Gesundheitsforschung und die Umwelttechnologie als interessante Bereiche für Kooperationen zwischen Deutschland und Indien benannt. Beide Seiten sprachen sich für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit aus.



Als ein Ergebnis der Gespräche wurde am 1. Oktober mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein "Deutsch-Indisches Kontaktbüro Infektionsforschung" (IGLO) eingerichtet. Es dient der langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Infektionsforschung der Uni Würzburg und dem "Centre for DNA Fingerprinting and Diagnostics" (CDFD) in Hyderabad. Vertreten werden die beiden Einrichtungen von den Professoren Jörg Hacker und Seyed E. Hasnain.

Ziel des Büros ist es, gemeinsame Projekte in der Infektionsforschung zu entwickeln und weitere Finanzierungsquellen zu finden. Dabei soll die mittelständische Industrie in beiden Ländern mit einbezogen werden, um neben der wissenschaftlichen auch eine noch stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erreichen.

Dr. Abdul Salam Khan von der Uni Würzburg ist Geschäftsführer des Kontaktbüros. Der ursprünglich aus Indien stammende deutsche Infektionsforscher bringt die interkulturellen und wissenschaftlichen Kompetenzen mit, um das Pilotprojekt zu koordinieren und das Büro zu leiten. Dieses ist zunächst eine für zwei Jahre geförderte Maßnahme, die bei Erfolg auch in anderen Fachbereichen eingerichtet werden kann. Auf lange Sicht soll es eine Keimzelle bilden für eine über Würzburg und Hyderabad hinausgehende gemeinsame deutsch-indische Forschung. Zudem soll das Büro eine Art "Kooperations-Eingangstür" für die deutsche und die indische Industrie sein.

Das Projekt steht in der langen Tradition deutsch-indischer wissenschaftlicher Zusammenarbeit, die bis ins Jahr 1920 zurückreicht. Dr. Dipankar Sarkar, indischer Botschaftsrat für Forschung und Technologie, betonte kürzlich bei einem Besuch des Büros in Würzburg, dass es jedoch eine derart intensive Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsforschung bislang noch nicht gegeben habe.

Das Büro verfügt über Räume beim Zentrum für Infektionsforschung am Röntgenring sowie beim indischen Partner CDFD. Dr. Khan als "Managing Director" wird sich künftig etwa ein Drittel des Jahres in Indien aufhalten.

Weitere Informationen: Dr. Abdul Salam Khan, T (0931) 31-2130, Fax (0931) 31-2578, E-Mail: s.khan@mail.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de/

Weitere Berichte zu: Gesundheitsforschung Hyderabad Infektionsforschung Keimzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz