Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universitäten bewerben sich um Mittel der Exzellenzinitiative - Aufbruchstimmung bundesweit

07.10.2005


Fast 300 Antragsskizzen eingegangen



Ausnahmezustand in der Geschäftsstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn am vergangenen Wochenende: Die Pforte war bis nach Mitternacht besetzt, Mitarbeiter zu Sonderschichten eingeteilt und vor der Tür türmten sich die Kartons.



Der Grund: Bis Freitag, 30.09., 24.00 Uhr, mussten die Antragsskizzen zur Bewerbung um die Exzellenzinitiative bei der DFG eingegangen sein.

Nachdem schon Ende Juli rund 400 Absichtserklärungen der Universitäten eingereicht wurden, waren die Erwartungen an die Zahl der Antragsskizzen hoch. Auf langen Tischen türmen sich jetzt die Antragsunterlagen für insgesamt 157 Exzellenzcluster und 135 Graduiertenschulen. Sie verteilen sich auf fast alle deutschen Universitäten von Aachen bis Dresden und von Kiel bis Passau. Schon die erste Durchsicht zeigt, dass das Ausmaß der interdisziplinären Zusammenarbeit die Anforderungen des Programms voll erfüllt und sogar übersteigt. In diesem Rahmen erscheinen die großen Wissenschaftsgebiete der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Lebenswissenschaften, der Naturwissenschaften und der Ingenieurwissenschaften etwa gleich stark vertreten. Die hohe Beteiligung der Geistes- und Sozialwissenschaften, so DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker, habe uns besonders erfreut. In allen Universitäten sei trotz des hohen Zeitdrucks eine Aufbruchstimmung, ja geradezu eine Euphorie festzustellen. Das Signal für die unterfinanzierten und strukturell eingeengten Universitäten sei gerade noch zur rechten Zeit gekommen.

"Gib’ mal die TU München rüber - hast Du gerade Mannheim?" - so, oder ähnlich, klingt es, wenn die Antragsunterlagen gesichtet, sortiert und zugeordnet werden. Bereits zum Ende der kommenden Woche erfolgt der Versand an die 20 international besetzten Gutachtergruppen, die in ihren Sitzungen zwischen dem 15. November und dem 18. Dezember die Antragsskizzen begutachten. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird die Gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat Ende Januar beschließen, für welche Initiativen die Universitäten zur Vorlage ausgearbeiteter Anträge aufgefordert werden. Es wird angestrebt, dass nach dem ersten Schritt des zweistufigen Auswahlverfahrens etwa 35 bis 40 Anträge auf Exzellenzcluster und circa 50 bis 60 Anträge auf Graduiertenschulen eingeladen werden.

Der Eingang der Anträge ist für 20. April 2006 vorgesehen, nach den Begutachtungen im Sommer des kommenden Jahres sollen die Förderentscheidungen der ersten Auswahlrunde Ende Oktober 2006 bekannt gegeben werden. Insgesamt können im ersten Jahr rund 20 Graduiertenschulen und 15 Exzellenzcluster sowie eine noch offene Zahl von Zukunftskonzepten eingerichtet werden. Dafür stehen insgesamt pro Jahr 190 Millionen Euro zur Verfügung.

Durchschnittlich können die Exzellenzcluster mit je 6,5 Millionen Euro pro Jahr zuzüglich eines pauschalen Zuschlags von 20 % zur Deckung der indirekten Kosten und die Graduiertenschulen mit je 1 Million Euro zuzüglich 20 % finanziert werden.

Die Exzellenzinitiative, auf die sich Bund und Länder nach langen Verhandlungen am 23. Juni 2005 geeinigt hatten, umfasst insgesamt eine Förderung von 1,9 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2006 bis 2011. In diesem Programm finanzieren Bund und Länder den Ausbau der universitären Spitzenforschung in drei Förderlinien: den Graduiertenschulen, den Exzellenzclustern und den Zukunftskonzepten für die Universitäten. Die deutschen Hochschulen sollen damit in die Lage versetzt werden, sich im internationalen Wettbewerb in der Spitzengruppe zu etablieren.

Nähere Informationen zum Programm:
Dr. Beate Konze-Thomas, Abteilungsleiterin Programm- und Infrastrukturförderung, E-Mail: beate.konze-thomas@dfg.de, Tel.: 0228/885-2254

Jutta Höhn | DFG-Presse
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

Weitere Berichte zu: DFG Exzellenzcluster Exzellenzinitiative Graduiertenschule

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics