Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG intensiviert Zusammenarbeit mit Südkorea

27.09.2005


Neues Förderabkommen für den wissenschaftlichen Nachwuchs - gemeinsame Pressemitteilung mit Alexander von Humboldt-Stiftung

... mehr zu:
»AvH »KOSEF »Korea »Südkorea

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Korea Science and Engineering Foundation (KOSEF) verstärken ihre Kooperation durch gemeinsame Doktorandenförderung und den Aufbau eines Netzwerkes von Vertrauenswissenschaftlern. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten beide Organisationen heute in Bonn. Anlässlich der Asien-Pazifik-Wochen vom 19. September bis zum 2. Oktober in Berlin hat die DFG zudem ein Gespräch mit deutschen und südkoreanischen Experten organisiert, um die zukünftige wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Länder zu diskutieren. Auch eine DFG-geförderte Konferenz zum Thema Stammzellforschung steht ganz im Zeichen der deutsch-südkoreanischen Kooperation.

Die neue Vereinbarung zwischen der DFG und KOSEF sieht vor, dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Südkorea ab sofort in Internationalen Graduiertenkollegs der Partnerorganisationen unterstützt werden können. Dieses Förderinstrument gibt dem wissenschaftlichen Nachwuchs aller Disziplinen die Möglichkeit zur gemeinsamen Promotion, betreut von einer deutschen Hochschullehrergruppe und deren Partnergruppe im Ausland. In der internationalen Nachwuchsförderung hat die DFG bereits sieben vergleichbare Abkommen geschlossen und fördert derzeit mehr als 40 Internationale Graduiertenkollegs.


Die Beziehungen zwischen der DFG und Südkorea bestehen seit 1977 in Form von Abkommen mit KOSEF und der Korea Research Foundation (KRF). Bislang kommen wesentlich mehr südkoreanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland als umgekehrt. Allgemein geht das Kooperationsinteresse Südkoreas jedoch eher in Richtung USA als nach Europa. Mit der Vereinbarung zur Nachwuchsförderung wollen die DFG und KOSEF die Zusammenarbeit zwischen ihren Ländern attraktiver machen. Zu diesem Zweck haben sich die DFG und ihr südkoreanischer Partner gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) auch darauf verständigt, ein Netzwerk von Vertrauenswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Südkorea aufzubauen. Diese sollen vor Ort kontinuierlich und systematisch über Kooperationsmöglichkeiten informieren und damit die deutsch-südkoreanische Zusammenarbeit unterstützen.

Anlässlich der Asien-Pazifik-Wochen lädt die DFG am 29. September zusammen mit der AvH zu einem Expertengespräch in das Berliner WissenschaftsForum ein. Im Mittelpunkt steht das Thema "Science and Research in Korea and Germany: Opportunities for an Enhanced Cooperation". Professor Wolfgang Frühwald, Präsident der AvH, und Professor Helmut Schwarz, Vizepräsident der DFG, diskutieren gemeinsam mit Experten aus Korea und Deutschland den aktuellen Stand und die Perspektiven der deutsch-koreanischen Wissenschaftsbeziehungen. Die KOSEF-Delegation wird ebenfalls an der englischsprachigen Veranstaltung teilnehmen.

Die DFG unterstützt zudem eine deutsch-südkoreanische Konferenz zum Thema Stammzellforschung und regenerative Medizin, die am 27. September im Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85, in Berlin stattfindet.

Weitere Informationen

Fragen zur Zusammenarbeit der DFG mit Südkorea beantwortet Dr. Ingrid Krüßmann, Programmdirektorin für Ostasien und die Mongolei, Tel.: 0228/885-2786, E-Mail: ingrid.kruessmann@dfg.de.

Fragen zu Internationalen Graduiertenkollegs beantwortet Dr. Priya Bondre-Beil, Programmdirektorin für Internationale Graduiertenkollegs, Tel.: 0228/885-2488, E-Mail: priya.bondre-beil@dfg.de.

Für eine Teilnahme am Expertengespräch wenden Sie sich bitte an das Berliner Büro der DFG, Cornelia Pretzer, Pressereferentin, Tel.: 030/206121-28, E-Mail: cornelia.pretzer@dfg.de.

Informationen zur Konferenz erteilt Frauke Nippel, Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, Tel.: 030/46302-504, E-Mail: nippel@technologiestiftung-berlin.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.technologiestiftung-berlin.de.
http://www.dfg.de

Weitere Berichte zu: AvH KOSEF Korea Südkorea

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise