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Umweltingenieuren gelingt rascher Berufseinstieg

08.09.2005


Ingenieure mit umwelttechnischer Qualifikation haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das hat eine aktuelle Berufsfeldrecherche des Studiengangs Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik (UHST) der FH Gießen-Friedberg ermittelt.



Zu Beginn des Jahres 2005 befragte ein Team der Fachhochschule 522 Absolventinnen und Absolventen zum UHST-Studium und zu ihrer heutigen Situation. Rund 250 Personen machten detaillierte Angaben.



Unter den Ingenieuren, die das UHST-Studium an der FH Gießen-Friedberg zwischen 1998 und 2004 abgeschlossen haben, liegt die Arbeitslosenquote bei 1,3 Prozent. Von den Befragten gelang 25 Prozent der Berufseinstieg rascher als einen Monat nach der Diplomprüfung. Im Mittel (Median) warteten die Ingenieure 2,3 Monate auf ihren ersten Arbeitsplatz. Bei der erfolgreichen Stellensuche griffen sie zu 30 Prozent auf Inserate zurück. Persönliche Beziehungen trugen bei 20 Prozent der Befragten zum geglückten Berufseinstieg bei. Knapp 20 Prozent knüpften schon während der Diplomarbeit Kontakte zum künftigen Arbeitgeber.

Das Jahresgehalt von etwa der Hälfte der Antwortenden lag beim Einstieg zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Rund 20 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Vergütung beim Start zwischen 30.000 und 40.000 Euro betrug. Nach der Anfangsphase steigen die Jahresgehälter im Medianwert auf 45.600 Euro.

Bei den Arbeitgebern ist eine aktuelle Tendenz bemerkenswert: Seit Mitte der 90er Jahre liegt hier die Industrie (ca. 35 Prozent) deutlich vor den Dienstleistern (13 Prozent) und dem Öffentlichen Dienst (7 Prozent). Dagegen ist in der Gesamtstatistik des Zeitraums 1974-2004 der Öffentliche Dienst mit ca. 40 Prozent führend gegenüber der Industrie (25 Prozent).

Breit gefächert wie das fachliche Spektrum des Studiengangs sind auch die Arbeitsinhalte, denen sich die Absolventen - zu 30 Prozent in leitender Stellung - widmen. Die Entsorgung von Abwasser und Abfall macht bei jeweils ca. 25 Prozent den Schwerpunkt der beruflichen Aufgaben aus. Es folgen Gesundheit/Hygiene, Arbeitsschutz, Luftreinhaltung und Trinkwasser mit Nennungen im Bereich von jeweils 15 Prozent.

Zufriedenheit mit ihrer beruflichen Situation bekunden 95 Prozent der Ingenieurinnen und Ingenieure. Rund 80 Prozent bewerten das UHST-Studium an der FH Gießen-Friedberg sehr positiv. Der Frauenanteil unter den Absolventen liegt auf einem - für eine technische Disziplin - hohen Niveau von 25 und 30 Prozent. Die Studiendauer betrug im Median der letzten zehn Jahre neun Semester. Zwei Drittel der Befragten hatten vor dem Studium bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen.

Bei der Frage nach Vorschlägen zur Verbesserung des Studiums dominierte die Anregung, auch betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln. Diese fachliche Erweiterung ist im Rahmen der Umstellung auf das internationale Studiensystem fest eingeplant. Die FH Gießen-Friedberg arbeitet zurzeit daran, künftig auch Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik als Bachelor- und. Masterstudiengang anzubieten.

Erhard Jakobs | idw
Weitere Informationen:
http://kmubserv.tg.fh-giessen.de/pm/uhst

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