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Nord- und Ostsee im Blickfeld junger Wissenschaftler

29.08.2005


Studenten aus dem In- und Ausland werden vom 5. bis 17. September im IOW zu dem Sommerkurs "Marine and Coastal Management" erwartet, in dem sie lernen wollen, wie man das Konfliktpotential, das durch die vielfältige und intensive Nutzung von Küsten und Meeren entsteht, entschärfen kann.



Nord- und Ostsee sowie deren Küstengebiete stehen unter Druck. Die zunehmende Bevölkerung und die immer spezifischeren Nutzungen im Wasser und an Land sorgen für ein Konfliktpotenzial, das ein umfassendes Management unter Einbeziehung aller ökonomischen, sozialen und natürlichen Strukturen notwendig macht. Um dies an den wissenschaftlichen Nachwuchs weiterzugeben, hat das IOW zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und dem GKSS Forschungs-zentrum in Geesthacht einen Kurs ausgearbeitet, der als Sommerschule jeweils in einem dieser Institute abgehalten wird. Seit 2002 wird dieser Kurs in jedem Sommer angeboten und erfreut sich bei Studenten des In- und Auslandes großer Beliebtheit. In diesem Jahr findet der Kurs - wie der erste im Jahr 2002 - wieder in Warnemünde statt. Mit im Boot sind diesmal als Veranstalter das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) und der Verein EUCC - Die Küsten Union Deutschland.

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Zahlreiche Referenten vermitteln den Studenten aus 13 Ländern (Europa, Süd- und Mittelamerika) in dem zweiwöchigen Kurs, was bereits jetzt in Küstenregionen unter einen Hut gebracht werden muss: Förderung von Gas und Öl, Schifffahrt, Tourismus, Fischerei, Windparks und Naturschutz. Auch die Einbeziehung von Klimaveränderungen ist notwendig, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die Teilnehmer werden sowohl die wissenschaftlichen Hintergründe und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein umfassendes Management erfahren, als auch die notwendige Kommunikation zwischen Bevölkerung, Wissenschaftlern und Behördenvertretern kennen lernen. Dabei zeigen zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekte in der schleswig-holsteinischen Nordsee und der Odermündungsregion in der Ostsee, wie die Praxis aussehen kann.

Die Sommerschule zeichnet sich in diesem Jahr durch eine besonders hohe Internationalität aus. Und noch etwas ist neu: in diesem Jahr haben die Kursteilnehmer erstmalig die Gelegenheit, ihre Erfahrungen in Form von selbstgestalteten Internet-Lernmodulen für ihre zu Hause gebliebenen Kommilitonen nachvollziehbar zu machen.

Dr. Barbara Hentzsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.eucc-d.de/summerschool2005/
http://www.io-warnemuende.de

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