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Umfrage: 80 Prozent wollen flächendeckendes Angebot von Ganztagsschulen

24.08.2005


Bulmahn und Böger: "Mit dieser Bildungsreform erhalten Kinder bessere Chancen"



Die breite Mehrheit der Deutschen fordert ein flächendeckendes Angebot von Ganztagsschulen. Alle Eltern sollten die Möglichkeit haben, ihre Kinder auf Ganztagsschulen zu schicken, gaben 80 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts forsa an, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sieht hierin eine klare Bestätigung des Ganztagsschulprogramms des Bundes. Am Rande eines Besuches einer Grundschule mit neuem Ganztagsangebot in Berlin erklärte sie gemeinsam mit Bildungssenator Klaus Böger: "Die Bildungsreform kommt in Fahrt und unsere Kinder erhalten bessere Chancen."



Immer mehr Schulen erweiterten ihr bislang auf den Vormittag beschränktes Angebot auf den Nachmittag und entwickelten neue pädagogische Konzepte. Bulmahn hob hervor: "In diesem Schuljahr werden mit dem Vier-Milliarden-Euro-Programm des Bundes 5.000 neue Ganztagsschulen ausgebaut." Mit neuen pädagogischen Konzepten der individuellen Förderung sollen die Talente aller Kinder früh entdeckt werden. "Wir fördern damit die Kinder früh in ihren Stärken und ermöglichen ihren Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Bulmahn dankte den Eltern, Lehrern und Schülern für ihr großes Engagement vor Ort.

Bildungssenator Böger bezeichnete das Ganztagsschulprojekt in Berlin als "ein neues Kapitel Schulgeschichte für die Stadt". Böger weiter: "Berlins Grundschulen sind dank der Unterstützung des Bundes nahezu alle zu Ganztagsgrundschulen geworden. Das heißt: Unterricht und Betreuung sind so optimal wie noch nie zuvor miteinander verzahnt. Lehrkräfte und Erzieherinnen finden als natürliche Partner zusammen " zur besseren individuellen Förderung für jedes Kind. Wir sind sehr stolz darauf, bei dem Ganztagsschulprojekt Klassenprimus in Deutschland werden zu können."

Nach den Daten der forsa-Umfrage sind 69 Prozent der 20- bis 50-jährigen der Meinung, dass durch das Mehr an Zeit in einer Ganztagsschule die individuelle Förderung der Kinder verbessert wird. 59 Prozent glauben, dass die Förderung der Kreativität verbessert wird, wenn Schüler und Lehrern mehr Zeit zur Verfügung steht. Knapp die Hälfte (46 Prozent) ist der Auffassung, dass in der Ganztagsschule die Qualität des Unterrichts verbessert wird. Die formal höher Gebildeten glauben seltener, als die übrigen Gruppen, dass sich durch das Mehr an Zeit in der Ganztagsschule die Qualität des Unterrichts verbessert.

Zur Umsetzung des Ganztagsschulprogramms vor Ort hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Begleitprogramm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen" initiiert. Es wird in enger Abstimmung mit den Ländern in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung umgesetzt. Für den zweiten bundesweiten BMBF-Ganztagsschulkongress werden am 2. und 3. September 2005 in Berlin über 1.200 Vertreterinnen und Vertreter der Schulpraxis, der Wissenschaft und der Verwaltung aus dem In- und Ausland erwartet. Bundesministerin Edelgard Bulmahn wird den Kongress eröffnen und Bundeskanzler Gerhard Schröder wird zum Thema "Bildungschancen für alle" sprechen.

| BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

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