Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftakt der Bundesregierung für Bildung und Forschung wirkt sich positiv aus

09.08.2005


Bulmahn: "Deutschland ist wieder zum Land der Ideen geworden"


Die tiefgreifenden Strukturreformen und Investitionen der Bundesregierung in Bildung und Forschung wirken sich positiv in Deutschland aus. Nach Ansicht von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn ist die Trendwende zu mehr Innovationsfähigkeit gelungen. "Deutschland ist wieder zu einem Land der Ideen geworden", sagte die Ministerin am Dienstag in Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe zwischen 1998 und 2005 die Ausgaben um 2,4 Milliarden Euro und damit um 38 Prozent gesteigert. "Exzellenz kann sich in Deutschland wieder entfalten und zur positiven Entwicklung der Gesellschaft sowie zu neuen Arbeitsplätzen beitragen."

In den Aus- und Aufbau von bis zu 10.000 neuen Ganztagsschulen würden laut Bulmahn vier Milliarden Euro investiert. Bereits zum Schuljahr 2006/2007 werde es an über 5.000 Schulen ganztägige Angebote geben. In den geförderten Ganztagsschulen könnten sich die Talente jedes einzelnen Kindes besser entwickeln. "Das Prinzip der Chancengleichheit verwirklichen wir für den gesamten Bildungsweg", sagte Bulmahn. Durch die Verdoppelung der BAföG-Ausgaben könnten nun auch wirtschaftlich schlechter gestellte junge Leute studieren. Die angesichts des demografischen Wandels und eines abzuzeichnenden Fachkräftemangels entscheidende Quote der Studienanfänger sei in den vergangenen sieben Jahren um zehn Punkte auf rund 38 Prozent gestiegen. "Wir bekennen uns zum BAföG und erteilen Studiengebühren im Erststudium eine klare Absage."


Die Chancen der jungen Generation auf eine gute Ausbildung gelte auch für den beruflichen Bereich. Die Wirtschaft sei verpflichtet worden, jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen. "Wir haben die berufliche Bildung erstmals seit den 70-er Jahren mit unseren Reformen modernisiert und über 180 Ausbildungsberufe neu geregelt, in denen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Jugendlichen eine berufliche Ausbildung absolviert." Damit sei auch der Nachwuchs bei den Fachkräften für die Wirtschaft in den kommenden Jahren gesichert.

Die durch das BMBF geförderte Forschung stehe im Dienst der Menschen. So seien allein im Bereich der Gesundheitsforschung in den Jahren 2000 bis 2005 insgesamt 3,8 Milliarden Euro investiert worden. Auch die Förderung der Schlüsseltechnologien für Wachstum und Wohlstand sei massiv ausgebaut worden. So werde jährlich weit über eine Milliarde Euro für Projekte der Nano-, Informations- und Kommunikationstechnologien und Biotechnologie aufgewendet. "Deutschland ist wegen seiner Forschung und Entwicklung für international tätige Unternehmen zum attraktivsten Standort in Westeuropa geworden."

Da Innovationen oft in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) entstehen, hat das BMBF die Zahl der geförderten KMU seit 1998 um 73 Prozent, das Fördervolumen um 66 Prozent gesteigert. Für Ostdeutschland wurde die maßgeschneiderte Initiative Unternehmen Region entwickelt. Zwischen 1999 und 2007 seien zusätzliche 500 Millionen Euro für die Neuen Länder bereit gestellt worden, die mit einem Anteil von 24,2 Prozent der BMBF-Ausgaben überdurchschnittlich profitierten. Dies habe sich mit einem Beschäftigungszuwachs in den begünstigten ostdeutschen Unternehmen um elf Prozent zwischen 2002 bis 2004 auch ausgezahlt.

Die Bundesregierung verfolgt das Drei-Prozent-Ziel. So konnte der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) am Bruttoinlandsprodukt von 2,27 Prozent im Jahr 1998 auf 2,51 Prozent im Jahr 2003 steigen. "Mit dem Pakt für die Forschung setzen wir weiter auf Wachstum bei den Investitionen in die Zukunft", sagte Bulmahn. Die großen Forschungsorganisationen erhalten damit einen gesicherten Zuwachs ihrer Mittel von jährlich mindestens drei Prozent bis 2010. "Dafür erwarten wir eine stärkere Vernetzung untereinander, bessere Chancen für junge Nachwuchskräfte und eine intensivere Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen."
Die Forschung an Hochschulen wird durch die Exzellenzinitiative und die Förderung von Spitzenuniversitäten entscheidend gestärkt. "Mit Investitionen von zusätzlich 1,9 Milliarden Euro schaffen wir für unsere Hochschulen den Anschluss an die internationale Spitzenliga", sagte die Ministerin. Mit der Einführung einer leistungsorientierten Bezahlung sowie der Juniorprofessur mit derzeit 800 besetzten Stellen sei Deutschland wieder attraktiv für die weltweite wissenschaftliche Leistungselite. Der Anteil ausländischer Studierender sei auf zehn Prozent gestiegen. Dank einer konsequenten Frauenförderung sei der Anteil von Professorinnen seit 1998 von 9,5 Prozent auf 14 Prozent (2004) gestiegen.

| BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Kobold in der Zange

17.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mit Elektrizität Magnetismus umschalten

17.01.2018 | Physik Astronomie

Maßgeschneiderte Eigenschaften erlauben Einblicke in Quantenpunkte

17.01.2018 | Physik Astronomie