Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Ergebnisse des Projekts Stadt- und Wissenschaftsgeschichte

31.08.2001


Erste Ergebnisse des Projekts Stadt- und Wissenschaftsgeschichte Standort der ältesten Technischen Universität in Deutschland zu sein, ist ein Qualitätsmerkmal der Stadt Karlsruhe. Worin aber bestehen die wechselseitigen Beziehungen zwischen Stadt und Universität? Um diese Frage aus historischer Sicht zu beantworten, wurde im August 2000 ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Karlsruhe, der Abteilung Technikgeschichte, des Heinrich-Hertz-Clubs und des Stadtarchivs Karlsruhe ins Leben gerufen: "Stadt- und Wissenschaftsgeschichte". Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor - es ist angedacht, sie in der Schriftenreihe des Stadtarchivs zu veröffentlichen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen zunächst zwei Technologiebereiche: Elektrizität und Eisenbahn. Sie haben die moderne Gesellschaft entscheidend geprägt. So bewegte sich die Welt mit der Elektrifizierung in eine zweite industrielle Revolution, in eine "Neue Zeit". Elektrizität wurde populär, als Ereignis zelebriert und inszeniert. Im Jahr 1895 richtete der Gewerbeverein Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eine "Elektrische Ausstellung" aus. In deren Konzeption und Gestaltung wurde die gesamte 1894 gegründete Elektrotechnische Abteilung der Technischen Hochschule eingebunden. Umgesetzt wurde die Technologie "Elektrizität", indem ein Stromnetz aufgebaut wurde. Planungen und Konzeption der Elektrischen Zentrale in Karlsruhe nahmen fast zwölf Jahre in Anspruch.

Von 1866 bis 1913 stellte sich die "Karlsruher Bahnhofsfrage": Der erste Bahnhof am Ettlingertor, der 1843 in Betrieb ging, geriet mit der Stadtentwicklung in Konflikt. Die Schienen durchschnitten die Stadt und isolierten den neuen Bahnhofsstadtteil, die Südstadt. Besonders umstritten waren in der öffentlichen Diskussion der Ausbau des Bahnhofs Anfang der 1880er Jahre, die Konkurrenz zwischen Plänen zur Höherlegung des Bahnhofs und zum Bau von Straßenüberführungen sowie die Durchsetzung einer bis dahin fast unbeachteten Alternative, der Verlegung des Bahnhofs aus der Stadtmitte heraus von 1900 bis 1902.

Die Projektverantwortlichen planen neben den Veröffentlichungen eine Tagung, die im Jahr 2002 die historischen Ergebnisse in eine umfassendere Perspektive von Technologietransfer und Strategien der populären Technikaneignung einbettet. Ein Jahr später sollen die Resultate in einer gemeinsamen Ausstellung des Stadtarchivs und der Universität Karlsruhe präsentiert werden.

Katja Weisshaupt | PRESSE-ARC
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~listserv/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen