Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kombination von Physik und Informatik

29.08.2001


Neue Studienmöglichkeiten an der Justus-Liebig-Universität Gießen - Lehrmodul Informatik

Vom Wintersemester 2001/2002 an ist es möglich, an der Justus-Liebig-Universität Gießen eine besondere Variante des Physikstudiums mit einer starken Informatik-Komponente aufzunehmen. Der Fachbereich 07 - Mathematik und Informatik, Physik, Geographie hat eine entsprechende Änderung und Ergänzung der Studienordnung für das Fachgebiet Physik beschlossen. Die Änderungen wurden kürzlich vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst genehmigt und am 20. August 2001 im Staatsanzeiger veröffentlicht. Nachträgliche Bewerbungen sind in Einzelfällen auch jetzt noch möglich. Nähere Informationen erteilt das Studentensekretariat unter der Rufnummer 0641/99-12151.

Die besondere Variante des Physikstudiums sieht vor, dass bereits im Grundstudium ein Lehrmodul Informatik anstelle der Chemie gewählt werden kann. Innerhalb des insgesamt 160 SWS (Semesterwochenstunden) beanspruchenden Diplomstudiengangs Physik umfasst dieses Modul zehn SWS Vorlesungen und praktische Übungen. Im Hauptstudium wird das Spektrum der Wahlpflichtfächer so erweitert, dass je zehn SWS mit den Ausbildungsblöcken Mathematische Informatik und Informationstechnologie abgedeckt werden können.

Die Absolventen der neuen Studienkombination könnte man in Zukunft mit Recht als Informationsphysiker/innen bezeichnen. Der beschriebene Studienbestandteil Informatik im Grundstudium und die Entscheidung für die beiden Informatik-Bausteine als Wahlpflichtfächer für das Hauptstudium führen zusammen mit den umfangreichen Kenntnissen in Informationstechnik und Programmierung, die sich die Studierenden im Laufe einer empirischen Diplomarbeit aneignen müssen, zu einer solchen Qualifikation. Die derzeit glänzenden Berufsaussichten für frisch gebackene Diplomphysikerinnen und -physiker werden mit der in Gießen angebotenen Spezialisierung auf die Informatik zusätzlich auf neue Arbeitsfelder ausgeweitet. Die Wahlmöglichkeit einer wesentlichen Informatikkomponente innerhalb des Physikstudiums wird eine Lücke schließen zwischen rein theoretisch orientierten Informatikern und nahe an der Materie arbeitenden wissenschaftlich ausgebildeten Technikern.

Schon jetzt werden Physiker mit ihrem Studienprofil in den unterschiedlichsten Branchen der Wirtschaft als universelle Problemlöser hoch geschätzt. Absolventen der Physik in Gießen arbeiten erfolgreich in Bereichen der wissenschaftlichen Forschung, der industriellen Entwicklung, des Patentwesens, der öffentlichen Verwaltung, der Telekommunikation, aber auch in thematisch scheinbar ferngelegenen Positionen bei Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen.


Kontakt:
Prof. Dr. Alfred Müller
Prodekan am Fachbereich 07 - Mathematik und Informatik, Physik, Geographie
Institut für Kernphysik, Strahlenzentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen
Leihgesterner Weg 217
35392 Gießen
Tel.: 0641/99-15200/01
Fax: 0641/99-15009
E-Mail: Alfred.Mueller@strz.uni-giessen.de

Charlotte Brückner-Ihl | idw
Weitere Informationen:
http://www.strz.uni-giessen.de/studfue/studf00.htm

Weitere Berichte zu: Lehrmodul Physik SWS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie