Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Forschung und Entwicklung stagniert

20.07.2005


Wachstum der EU-Investitionen in FuE geht gegen null



Die Wachstumsrate der Forschung und Entwicklungs-Intensität der EU, also der prozentuelle Anteil der Ausgaben für FuE am BIP, stagniert seit dem Jahr 2000. Das geht aus dem FuE-Bericht der europäischen Kommission 2005 hervor, den Forschungskommissar Janez Potocnik gestern in Brüssel präsentiert hat. Mit dieser Entwicklung liegen die Ausgaben der EU deutlich hinter denen der USA und Japans. Die EU ist damit auf dem besten Weg, das selbst gesteckte FuE-Ziel zu verfehlen. Geplant war, die Ausgaben bis zum Jahr 2010 von 1,9 Prozent auf drei Prozent zu erhöhen.

... mehr zu:
»BIP »FuE


2003 hat die EU nur um 0,2 Prozent mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben als 2002. Insgesamt hat die EU 2003 nur 1,97 Prozent des BIP in FuE investiert und liegt somit hinter den USA mit 2,59 Prozent und Japan mit 3,15 Prozent. China gibt pro Jahr 1,31 Prozent für Forschung aus, hat aber den Anteil am BIP zwischen 1997 und 2002 jährlich um zehn Prozent gesteigert. Wenn sich der Trend in China und der EU fortsetzt, werden beide im Jahr 2010 mit rund 2,2 Prozent gleichauf liegen. Forschungskommissar Potocnik ist besorgt: "Wenn sich der Trend fortsetzt, wird Europa die Chance verpassen, eine der führenden wissensbasierten Wirtschaften der Welt zu werden."

Als einen Grund nennt die Kommission rückläufige privatwirtschaftliche Investitionen in FuE. Ziel war es, dass 2010 zwei Drittel der FuE-Ausgaben von der Privatwirtschaft finanziert werden sollten, im Jahr 2002 lag der Anteil nur bei 55,6 Prozent. Die Kommission ist besorgt, dass die EU als Wirtschaftsstandort durch diese Tendenz an Attraktivität verliert und Unternehmen ihre Forschung auf andere Kontinente verlagern. Investitionen in FuE würden sich positiv auf Produktivität und Wirtschaftswachstum auswirken. Aus der Studie geht außerdem hervor, dass EU-Investitionen auch private Ausgaben für Forschung und Innovation ankurbeln können. Das Ziel, eine der führenden wissensbasierten Wirtschaften der Welt zu werden, wird die EU nur durch ein umfassendes Programm auf europäischer Ebene erreichen. Die Bürger befürworten laut einer kürzlich durchgeführten Meinungsumfrage der EU höhere Ausgaben für Forschung auf europäischer Ebene.

Christine Imlinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/research/index_de.cfm

Weitere Berichte zu: BIP FuE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie