Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland und Frankreich bauen gemeinsame Forschung aus

07.07.2005


Bulmahn und Goulard unterzeichnen Erklärung zur Innovationspolitik



Deutschland und Frankreich bauen die Kooperation in der Forschung weiter aus. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und ihr französischer Amtskollege François Goulard unterzeichneten am Donnerstag in Potsdam eine Erklärung zur Intensivierung der Kooperation auf dem Feld der Innovationspolitik. Beide Länder müssten Motor für die Gestaltung des Europäischen Forschungsraums sein, erklärten Goulard und Bulmahn: "Wir wollen daher noch stärker als bisher die Möglichkeiten einer Verzahnung unserer exzellenten Forschungseinrichtungen ausloten und dafür neue Kooperationsinstrumente und -modelle entwickeln." Das zum Jubiläum des Elysée-Vertrags zwischen beiden Ministerien im Jahr 2003 vereinbarte bilaterale Arbeitsprogramm werde laufend erweitert.



Die Vernetzung zwischen deutschen und französischen Forschungsorganisationen und -einrichtungen sei so eng wie mit keinem anderen Land. "Das Programm für Spitzenuniversitäten in Deutschland und die Gründung einer Forschungsagentur in Frankreich sowie die Innovationsinitiativen beider Länder ergeben weitere Perspektiven für gemeinsames Handeln", erklärten die Minister. Als konkretes Beispiel nannten sie die Eröffnung der deutsch-französischen Arktisforschungsstation auf Spitzbergen in der kommenden Woche. Auf ihr sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder gemeinsam zu Themen wie Klimawandel oder Meeresbiologie forschen.

Bulmahn verwies auf wichtige europäische Projekte wie den Airbus oder das Satellitennavigationssystem Galileo, die heute zukunftsträchtige Arbeitsplätze bieten. An deren Entstehung habe die deutsch-französische Forschungskooperation einen wesentlichen Anteil.

Goulard sagte, die deutsch-französische Kooperation werde intensiviert, insbesondere um die Mobilität der Forscher und das Interesse für Forschungskarrieren zu befördern. Der institutionelle Reformprozess in Frankreich, der von der Schaffung einer nationalen Agentur für industrielle Innovation und einer nationalen Forschungsagentur oder der baldigen Auswahl für Kompetenzcluster gekennzeichnet sei, sei Ausdruck einer Annäherung der Forschungspolitiken beider Länder, um der deutsch-französischen Kooperation im erneuerten Rahmen, ìnsbesondere im Innovationssektor, neue Impulse zu geben.

Die Minister trafen sich anlässlich des zweiten Forums zur Deutsch-Französischen Forschungskooperation. Rund 350 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung beider Länder hatten zwei Tage lang über die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit beraten. Dabei ging es um die Gesundheitsforschung, vor allem den Kampf gegen Krebs und seltene Krankheiten sowie Themen der Verkehrsforschung, der Nanotechnologie, der Informations- und Kommunikationstechnologien, der Biotechnologie, der Forschung für die Nachhaltigkeit, der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Marinen Technologien.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie