Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Doshisha Universität (Japan) und TU Chemnitz entwickeln gemeinsamen Masterstudiengang "Wissens- und Technologiemanagement"

28.06.2005


Die Kontakte der Technischen Universität Chemnitz zu Hochschulen in Japan treten ab sofort in ein neues Stadium: Die TU Chemnitz schloss am 26. Juni 2005 mit der Doshisha Universität, einer der führenden Universitäten Japans, einen Vertrag über die Entwicklung eines gemeinsamen Studienganges. Für die Doshisha Universität unterzeichnete deren Präsident Prof. Dr. Eiji Hatta und für die TU Chemnitz Prof. Dr. Dieter Happel, Prorektor für Internationales und Hochschulentwicklung, die wegweisende Vereinbarung. Diese deutsch-japanische Kooperation genießt einen besonders hohen Stellenwert, weshalb auch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Barbara Ludwig an der Vertragsunterzeichnung in Japan teilnahm.



Zum Inhalt der Zusammenarbeit beider Universitäten: An der Business School der Doshisha Universität wird in Kooperation mit der Universität Chemnitz in den nächsten zwei Jahren ein gemeinsamer deutsch-japanischer Masterstudiengang "Wissens- und Technologiemanagement" vorbereitet. Grundlage der Kooperation sind der an der TU Chemnitz im Jahr 2002 erfolgreich eingeführte Studiengang "Wissensmanagement" und die Kompetenz der Doshisha Business School in internationalem Technologiemanagement. Ziel ist die Entwicklung eines berufsbegleitenden Studienprogramms (Abschluss: MBA - Master of Business Administration), das sowohl in Europa als auch in Asien angeboten wird. Es soll künftige Führungskräfte befähigen, Entscheidungsprozesse in modernen technologieorientierten, global agierenden Unternehmen erfolgreich zu managen. Zulassungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium, mindestens drei Jahre Berufspraxis, zertifizierte Englisch-Kenntnisse sowie die erfolgreiche Teilnahme an einem so genannten "Graduate Management Admission Test" (GMAT).



"Japan bietet derzeit exzellente Bedingungen für die Rekrutierung von MBA- Studenten", versicherte während der Vertragsunterzeichnung Prof. Peter Pawlowsky, Inhaber der Professur Personal und Führung an der TU Chemnitz und Initiator des neuen Studienganges. Insbesondere europäische Angebote hätten aufgrund der wachsenden Marktpräsenz japanischer Unternehmen in Europa und des damit einhergehenden steigenden Bedarfs an wirtschafts- und managementorientierter Ausbildung gute Chancen, angenommen zu werden. "Die derzeitige Konjunkturerholung in Japan trägt dazu bei, dass junge Führungsnachwuchskräfte hoch motiviert sind und bereit sind, Ressourcen in Aufstiegsförderung und verbesserte Beschäftigungschancen zu investieren. Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit nur sehr wenige japanische Universitäten internationale MBA-Programme angeboten haben", berichtet Prof. Pawlowsky, der aufgrund mehrerer Forschungsaufenthalte in Japan Einblicke in das dortige Hochschulwesen bekommen hat.

Der zweisemestrige englischsprachige Masterstudiengang ist mit einer Gesamtstundenzahl von 770 Unterrichtsstunden geplant. Im Studium sind mehrere einwöchige Präsenzmodule in Deutschland und Japan vorgesehen. Dazwischen liegen etwa zweimonatige E-Learning-Phasen. Die genaue Höhe der Studiengebühren wird im Rahmen der Vorbereitungsphase festgelegt. Das gemeinsame Projekt der Doshisha Universität und der TU Chemnitz unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Mit den Mitteln werden Personal sowie Sach- und Mobilitätskosten finanziert. Bisher unterstützte der DAAD 21 deutsche Hochschulen, die Studienangebote ins Ausland transferieren. "Die Entwicklung des gemeinsamen Studienganges ist ein wesentlicher Meilenstein in den Internationalisierungsbemühungen der Chemnitzer Universität und ist Ausdruck der internationalen Strategie der TU, die vom Rektorat und vom Internationalen Universitätszentrum erarbeitet wurde", schätzt Prorektor Prof. Happel ein.

Stichwort: Doshisha Universität

Die 1875 gegründete Doshisha Universität ist die älteste Privat-Universität Japans und seit über einem Jahrhundert eine der führenden und angesehensten akademischen Institutionen des Landes. An der im Zentrum Kyotos gelegenen Universität sind derzeit 24.000 Studenten (darunter etwa 300 ausländische Studierende) in grundständigen und Aufbaustudiengängen eingeschrieben. Sie besitzt Fakultäten in Ökonomie, Betriebswirtschaftslehre, Ingenieurwissenschaften, Rechtswissenschaften, Theologie und Literaturwissenschaften und bietet eine breite Palette an Studienmöglichkeiten und interkulturellen Programmen. Im Rahmen des Programms für ausländische Studenten wurde 1999 das Zentrum für Japanische Sprache gegründet.

Der Partner der TU Chemnitz, die Doshisha Business School, ist als führende Business School mit einem speziellen Profil im Bereich Technologie Management in Japan bekannt und wurde vom anerkannten "Institute for Technology, Entrepreneurship and Competitiveness" als eines von landesweit 21 COE (Centers of Excellence) ausgezeichnet. Daraus leitet sich eine hohe Wettbewerbschance des von der Doshisha Universität und der TU Chemnitz geplanten MBA-Programms ab.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Peter Pawlowsky, Telefon (03 71) 5 31 - 43 12, E-Mail p.pawlowsky@wirtschaft.tu-chemnitz.de .

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

Weitere Berichte zu: Business Doshisha Masterstudiengang School

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics