Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsteins unvollendete Revolution: Grenzprobleme der Wissenschaft 1905 und 2005

08.06.2005


Festkolloquium der Max-Planck-Gesellschaft im Einstein-Jahr vom 12. - 14. Juni 2005 in Berlin

... mehr zu:
»Einstein »Elektrodynamik »Physik

Vor welchen Herausforderungen steht die Wissenschaft heute - und wie verhalten sie sich zu den Problemen des Jahres 1905, als Albert Einstein seine grundlegenden Arbeiten vorgelegt und damit die Physik revolutioniert hat? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein öffentliches Festkolloquium vom 12. bis 14. Juni 2005 in der Berliner Urania, mit dem die Max-Planck-Gesellschaft den außergewöhnlichen Menschen und Wissenschaftler Albert Einstein ehrt. Das Kolloquium soll an seine wissenschaftlichen Leistungen und seine vorbildhafte interdisziplinäre Arbeitsweise anknüpfen und seinen Einfluss auf die aktuelle Forschung vergegenwärtigen. Die Vorbereitung übernahm Prof. Jürgen Renn, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, im Auftrag des Wissenschaftlichen Rates der Max-Planck-Gesellschaft.

Mit seinen wissenschaftlichen Leistungen und seinem gesellschaftspolitischen Engagement gehört Einstein zu den zentralen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Max Planck holte ihn nach Berlin, wo er Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik wurde und bis zu seiner erzwungenen Emigration 1933 tätig war.


Schon als Student beschäftigte sich Albert Einstein mit Fragen an den Grenzen von klassischer Mechanik, Wärmelehre und Elektrodynamik, den wichtigsten Gebieten der damaligen Physik. Einsteins Arbeiten im Wunderjahr 1905 sind heute Grundlagen der modernen Physik: So entstanden die Relativitätstheorie aus der Elektrodynamik bewegter Körper, Schnittstelle zwischen Mechanik und Elektrodynamik, die statistische Physik aus Grenzproblemen zwischen Mechanik und Wärmelehre, und die Quantentheorie aus dem Problem der Wärmestrahlung im Gleichgewicht, einem Grenzproblem von Elektrodynamik und Wärmelehre.

Das Symposium, das von Referenten aus allen drei Sektionen der Max-Planck-Gesellschaft gestaltet wird, macht aktuelle Grenzprobleme zum Gegenstand interdisziplinärer Vorträge. Themenbereiche sind:

  • Grenzprobleme der Wissenschaft in Einsteins Tradition
    Wissenschaft um 1905 und heute

  • Grenzprobleme zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos
    Fragen der Quantengravitation wie die Hawking-Strahlung, die Rolle von Modellvorstellungen aus der Physik der kondensierten Materie in Grundlagentheorien wie Quantenfeld- und Stringtheorie, Forschungen zur Erklärung von Dunkler Materie und Dunkler Energie, die daran erinnern, wie man um 1905 versuchte, den Begriff des Äthers zu verstehen.

  • Grenzprobleme zwischen belebter und unbelebter Natur
    Fragestellungen aus den Bereichen Biophysik und Bioengineering, Biomoleküle im Kosmos, Selbstorganisation in der unbelebten Natur oder Kreislaufprozesse mit biologischen Komponenten

  • Grenzprobleme zwischen Natur und Kultur
    Verhältnis zwischen tierischer und menschlicher Intelligenz, die kulturelle Einbettung naturwissenschaftlicher Begriffe oder die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden auf soziale Systeme.

Reiner Braun | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de/instituteProjekteEinrichtungen/institutsauswahl/wissenschaftsgeschichte/index.html

Weitere Berichte zu: Einstein Elektrodynamik Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie