Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenznetze für Infektionskrankheiten mit 50 Millionen DM gefördert

03.08.2001


Damit wird die Patientenversorgung erheblich verbessert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ab Spätsommer 2001 zwei medizinische Kompetenznetze für Infektionskrankheiten. Forschungsschwerpunkte der beiden Kompetenznetze, die in den nächsten 5 Jahren mit jeweils bis zu 5 Millionen DM pro Jahr geförderten werden, liegen auf dem Gebieten der Hepatitis und der Lungenentzündung (Pneumonie). Ein weiteres Kompetenznetz zu HIV/AIDS ist in der Planung.

Mit der Förderung von Kompetenznetzen für Infektionskrankheiten gibt die Bundesregierung wichtige Impulse für den Transfer der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Versorgung. Dies soll langfristig die Behandlungsmöglichkeiten von Infektionskrankheiten verbessern und einen deutlichen Fortschritt in der Patientenversorgung gewährleisten.

In diesen Netzen arbeiten Wissenschaftler aus allen Teilbereichen der Medizin zusammen die an diesen Krankheitsbildern aktiv forschen. Dazu zählen neben Ärzten auch Mikrobiologen, Virologen, Epidemiologen und Informatiker. Ziel der interdisziplinären Forschungskooperation in den Netzen ist letztlich die Verbesserung der medizinischen Versorgung betroffener Patienten. Hierzu gehören Maßnahmen zu Verbesserung der Diagnostik und Therapie aber auch Initiativen zur Weiterbildung der behandelnden Ärzte und eine verbesserte Aufklärung der Patienten. Durch die Kooperation wird erreicht, dass Ergebnisse aus der Forschung viel schneller als bisher in den Arztpraxen und damit bei den Patienten ankommen.

Seit 1999 werden neun Kompetenznetzwerke zu Krebserkrankungen, Parkinson, Schlaganfall, chronischen Darmerkrankungen, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Depression und Schizophrenie gefördert. Das BMBF plant die Einrichtung weiterer Kompetenznetze zu Demenzen und Herz-Kreislauferkrankungen.

Hepatitis und Lungenentzündung sind sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene Infektionskrankheiten von hoher Bedeutung für die Gesundheit des Menschen.

Bis zu einer Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer chronischen Virushepatitis. Die Viren schädigen die Leber und führen zu einer schwelenden Entzündung. Entsteht aus diesem Prozess eine Leberzirrhose kann dies ohne medikamentöse Behandlung zum Leberversagen oder Leberkrebs führen.

Lungenentzündungen verursachen hohe Kosten für das Gesundheitswesen. 240 000 Patienten mussten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit entsprechender Diagnose im Jahre 1998 ins Krankenhaus eingeliefert werden. In der Mehrzahl sind die Infektionen auf Streptococcus pneumonia zurückzuführen, dessen Resistenz gegenüber Antibiotikabehandlungen zunimmt. Verstärkt wird diese Problematik durch demoskopische Trends. Die Zahl ambulant erworbener Pneumonien wird auf Grund der Zunahme des Anteils älterer Mitbürger in Zukunft noch erheblich ansteigen.

| BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.dlr.de/PT/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics