Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachwuchs-Wissenschaftlerin bringt Spitzenforschung nach Köln

20.07.2001


Tina Romeis erhält hoch-dotierten Wissenschaftspreis für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ehrt die 36-jährige Tina Romeis mit dem Sofja Kovalevskaja-Forschungspreis in Höhe von 1,5 Millionen DM. Die bisher in England tätige Pflanzenphysiologin erhält die Auszeichnung für ihre Arbeiten zu Fragen der Signalverarbeitung in Pflanzen. Das Preisgeld ermöglicht ihr den Aufbau einer selbständigen Forschungsgruppe in der Abteilung für Molekulare Phytopathologie am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln. Ab August 2001 wird sie dort das Team um Paul Schulze-Lefert verstärken, welches sich mit pflanzlichen Abwehrreaktionen gegenüber Krankheiten und Schädlingen befasst. Schwerpunkt der Arbeit von Tina Romeis werden spezielle Sensoren von Pflanzenzellen sein, die eine wichtige Rolle bei der Erkennung von Schädlingen spielen.

Für die Max-Planck-Gesellschaft ist Tina Romeis keine Unbekannte, da sie bereits am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen promovierte. Nach kurzer Tätigkeit in der Gruppe von Regine Kahmann in München wechselte sie zum renommierten Sainsbury Laboratory in Norwich, England. Ab 1996 hat sie dort in der Arbeitsgruppe von Jonathan Jones über die molekulare Kontrolle pflanzlicher Stressreaktionen - speziell der Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzschädlingen - gearbeitet. In Köln will Romeis eine von ihr entwickelte Methode anwenden, die proteinbiochemische und genetische Ansätze verbindet. Damit möchte sie aufklären, wie Signale innerhalb einer Pflanze zu Beginn der Stressreaktion weitergeleitet werden.

Tina Romeis zeigte sich von der Nachricht hocherfreut, da die Jury damit auch die wissenschaftliche Bedeutung eines Forschungsgebietes herausstellt, das im internationalen Vergleich in Deutschland deutlich unterrepräsentiert ist.

Der Sofja Kovalevskaja-Preis wird speziell an Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Spitzenklasse verliehen, um ihnen den Aufbau einer Arbeitsgruppe an einem Forschungseinrichtung eigener Wahl zu ermöglichen. In diesem Jahr wurde der Preis insgesamt 14mal vergeben. Er ist nach der russischen Mathematikprofessorin Sofja Kovalevskaja (1850-1891) benannt. Das Forschungsförderungsprogramm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogrammes der Bundesregierung finanziert.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Tina Romeis
Bis 31. Juli:

... mehr zu:
»Schädling

The Sainsbury Laboratory
John Innes Centre
Norwich Research Park, Colney Lane

Norwich NR4 7UH, UK
Tel.: +44-1603-450 432
E-Mail: tina.romeis@bbsrc.ac.uk

Ab 1. August:
Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung, Köln
Tel.: 0221/5062 351
Fax: 0221/5062 353
E-Mail: romeis@mpiz-koeln.mpg.de

Dr. Susanne Benner | idw

Weitere Berichte zu: Schädling

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Zellen auf Wanderschaft: Falten in der Zellmembran liefern Material für nötige Auswölbungen

23.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Magnetfeld-Sensor Argus „sieht“ Kräfte im Bauteil

23.11.2017 | Physik Astronomie

Max-Planck-Princeton-Partnerschaft in der Fusionsforschung bestätigt

23.11.2017 | Physik Astronomie