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Max Planck Research Schools holen wissenschaftlichen Nachwuchs nach Deutschland

23.02.2005


Weitere acht International Max Planck Research Schools gegründet



Seit 2000 baut die Max-Planck-Gesellschaft zusammen mit Universitäten ein Netzwerk von Graduiertenschulen zur Förderung besonders begabter deutscher und ausländischer Nachwuchswissenschaftler auf. In den International Max Planck Research Schools (IMPRS) finden Studenten zwischen ihrem ersten berufsqualifizierendem Abschluss und der Promotion eine strukturierte wissenschaftliche Ausbildung, kombiniert mit hervorragenden Forschungsmöglichkeiten. Die höchsten internationalen Standards entsprechenden Research Schools leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der wissenschaftlichen Ausbildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten für den internationalen Forschernachwuchs in Deutschland.



Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist von elementarer Bedeutung für die Zukunft von Wissenschaft, Forschung und Innovation in Deutschland. Die Max-Planck-Gesellschaft hat deshalb seit dem Jahr 2000 damit begonnen, gemeinsam mit Universitäten in Deutschland ein Netzwerk von Graduiertenschulen aufzubauen. Mit den zu Jahresbeginn ins Leben gerufenen acht neuen Research Schools gibt es nun bereits 37 dieser Einrichtungen. Zum Wintersemester 2004/2005 sind etwa 1.500 Doktoranden (einschließlich Bachelor Graduates in der Promotionsvorphase) in Research Schools tätig, davon 40 Prozent Frauen.

Stipendien für die Teilnahme an International Max Planck Research Schools werden international ausgeschrieben. Aus den eingehenden Bewerbungen wählen die Research Schools ihre Doktoranden entsprechend Qualifikation und Eignung für das jeweilige Forschungsgebiet aus. Aufgrund der hervorragenden Ausbildungsbedingungen besitzen die Research Schools für Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt eine hohe Attraktivität. Derzeit sind 60 Prozent der Plätze mit ausländischen Studenten besetzt. Im Laufe ihrer forschungsnahen Ausbildung werden diese zudem mit der deutschen Forschungslandschaft vertraut. Dies ebnet den Weg für eine spätere Tätigkeit in oder Kooperationen mit deutschen Forschungsinstituten und trägt zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland bei.

Folgende International Max Planck Research Schools starteten zum 1. Januar 2005:

Die IMPRS for Molecular and Cellular Life Sciences: From Biology to Medicine in München ist eine gemeinsame Einrichtung des Max-Planck-Instituts für Biochemie, des Max-Planck-Institutes für Neurobiologie, des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität München. Forschungsgebiete sind verschiedene Bereichen der modernen Zellbiologie, Strukturbiologie, Neurobiologie, Biochemie und der Molekularen Medizin.

Die IMPRS for Computational Biology and Scientific Computing in Berlin ist aus einer gemeinsamen Initiative des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Freien Universität Berlin entstanden. Im Fokus stehen mathematische und informatorische Themen wie Sequenzanalyse, Theoretische Strukturbiologie, Theoretische Chemie und Drug Design, Molekulare Evolution, Genomanalyse sowie Methoden zur Datenanalyse in der funktionellen Genomforschung.

Die IMPRS "Human Origins" in Leipzig ist ein Doktorandenprogramm des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Universität Leipzig. Dieses bietet interdisziplinäre Ausbildung und Forschungsmöglichkeiten für Graduierte, die in den Bereichen Anthropologie, Evolutionäre Genetik, Primatologie oder Paläoanthropologie promovieren möchten.

Die IMPRS for Astronomy and Cosmic Physics at the University of Heidelberg ist eine gemeinsame Initiative des Max-Planck-Instituts für Astronomie, der Abteilungen Astrophysik und Teilchenphysik des Max-Planck-Instituts für Kernphysik, des Instituts für theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg, des Astronomischen Rechen-Instituts Heidelberg und der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl. Die IMPRS bietet Studenten kompetente Betreuung und Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Astrophysik.

Die IMPRS für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig ist eine Kooperation des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften mit der Fakultät für Mathematik und Informatik sowie der Fakultät für Physik der Universität Leipzig. Die IMPRS wird zudem unterstützt von der Klaus Tschira Stiftung. Schwerpunkte sind ausgewählte mathematische Forschungsgebiete in der Physik und in den Naturwissenschaften.

Die IMPRS for Science and Technology of Nanostructures in Halle ist ein gemeinsames Projekt zwischen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik und Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik. Sie bietet Promovierenden eine umfangreiche Ausbildung auf den Gebieten Nanowissenschaften und Nanotechnologie an.

Die IMPRS "Elementary Particle Physics - Theoretical, Experimental and Cosmological Frontiers" in München ist im Zusammenwirken des Max-Planck-Instituts für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) und den in der Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik tätigen Gruppen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität München entstanden. Sie bietet theoretische und experimentelle Forschungsmöglichkeiten auf den Gebieten der Hochenergiephysik, der Astroteilchenphysik und der Kosmologie.

Die IMPRS for Dynamical Processes in Atoms, Molecules and Solids in Dresden wird vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme zusammen mit der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften der Technischen Universität Dresden, dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung sowie dem Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe betrieben. Darüber hinaus beteiligen sich auch die benachbarten Universitäten in Wroclaw (Polen) und Prag (Tschechische Republik) an dieser Initiative. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf theoretischen und experimentellen Untersuchungen zur mikroskopischen Dynamik von atomaren Systemen bis hin zu Festkörpern.

Nicola von Hammerstein | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

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