Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anteil der Studienabbrecher steigt leicht auf 25 Prozent

17.02.2005


Bulmahn: „Mit Hochschulreform in Zukunft mehr Abschlüsse“



Der Anteil der Studienabbrecher ist im Vergleich zur letzten Erhebung 2002 leicht um zwei Punkte auf 25 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) hervor, die sich auf die Anfängerjahrgänge der deutschen Studierenden zwischen 1995 und 1997 bezieht, und am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde.

... mehr zu:
»Mathematik »Motivation


Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn mahnte angesichts der Daten eine entschlossene Reform der Hochschulen an. „Transparente Studienstrukturen und eine bessere Betreuung können die Abbruchzahlen senken.“ Die Erweiterung des Auswahlrechts der Hochschulen bei den Studienanfängern werde sich ebenso positiv auf die Motivation auswirken wie die Internationalisierung des Studiums. „Die Einführung zweistufiger und gut strukturierter Studiengänge mit Bachelor- und Masterab-schlüssen wird den Studienerfolg erhöhen.“

Dies bestätigt auch die HIS-Studie. So lagen die Abbruchquoten an den Universitäten für Fächer mit modernen Strukturen und hoher Motivation der Studierenden deutlich unter dem Schnitt und entwickelten sich weiter positiv. Das gilt insbesondere für Pharmazie (2004: 12 Prozent zu 2002: 17 Prozent), Medizin (11 zu 8 Prozent) und Biologie (15 Prozent gleich bleibend). Auch bei den Rechtswissenschaften ergab sich etwa durch die Einführung der so genannten Freischussregelung ein Rückgang bei der Abbruchquote von 27 auf 16 Prozent. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften war insgesamt ein Rückgang der Abbruchquote um 2 Prozentpunkte auf 28 Prozent zu verzeichnen.

In den Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften stieg dagegen der Anteil der Abbrecher markant an. Als Grund dafür nehmen die HIS-Experten falsche Erwartungen und Leistungsdefizite der Studierenden sowie Probleme bei der Finanzierung des Lebensunterhalts an. In den Ingenieurwissenschaften stieg die Abbruchquote im Durchschnitt von 26 auf 30 Prozent. Die gleiche Tendenz zeigte sich bei den Fächern Chemie (von 23 auf 33 Prozent), Physik (von 24 auf 30 Prozent) und Mathematik (von 12 auf 26 Prozent). Die ohnehin hohen Abbruchquoten der Sprach- und Kulturwissenschaften erhöhten sich weiter um vier Punkte auf aktuell 45 Prozent. Nach HIS-Untersuchungen sind die Hauptgründe dafür die offene Struktur dieser Studiengänge, wie auch unsichere Arbeitsmarktchancen und unklaren beruflichen Vorstellungen.

An Fachhochschulen ist die Studienabbruchquote mit 22 Prozent (2002: 20 Prozent) nach wie vor niedriger als an Universitäten mit 26 Prozent (24 Prozent).

LS 13 | BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/studienabbruchstudie_2005.pdf
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Mathematik Motivation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie