Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bulmahn und Fursenko planen strategische Partnerschaft in Bildung und Forschung

07.02.2005


Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und ihr russischer Amtskollege Andrej Fursenko haben sich am Montag in Moskau darauf verständigt, die bilaterale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung zu einer strategischen Partnerschaft auszubauen. Bis zum Mai solle die im Dezember vergangenen Jahres bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hamburg beschlossene deutsch-russische Bildungs- und Forschungsinitiative mit einer konkreten Vereinbarung besiegelt werden. Die ressortübergreifenden Vorschläge für den deutschen Beitrag hatte Bulmahn bei ihrem Treffen mit Fursenko erörtert. Das deutsche Konzept sieht von Seiten der Bundesregierung und den Wissenschaftsorganisationen einen jährlichen Finanzrahmen von 40 Millionen Euro vor. Beide Minister unterstrichen, dass in den nächsten Wochen auf beiden Seiten mit Nachdruck an dem gemeinsamen Vorhaben gearbeitet werde.



Es gehe bei der strategischen Partnerschaft darum, gezielt deutsch-russische Projekte von Hochschulen, Forschungsorganisationen und Unternehmen zu fördern sowie den Austausch und die Zusammenarbeit von Nachwuchskräften beider Länder zu intensivieren. „Wir haben auf der Grundlage der bisherigen Zusammenarbeit mit der russischen Föderation eine ausgesprochen gute Ausgangssituation für die Stärkung der bilateralen Kooperation in den wichtigsten Zukunftsfeldern“, betonte Bundesministerin Bulmahn. Russland ist das Land, mit dem Deutschland bereits die intensivste bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung pflege. Neben 550 Hochschulpartnerschaften sei die Zahl von Dozenten, Forschern, Studenten und Schülern, die an Einrichtungen des jeweiligen anderen Landes lehren, lernen und forschen, mit über 10.000 so hoch wie mit keinem anderen Land außerhalb der EU.



Die Kooperation im Bereich Forschung und Innovation werde zukünftig vor allem in der institutionalisierten Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen liegen. Nur so könne eine breit angelegte strategische Partnerschaft im wissenschaftlich-technischen Bereich auf eine langfristige und erfolgreiche Grundlage gestellt werden, so Bulmahn. In dem Zusammenhang sei die Eröffnung eines Büros der Helmholtz-Gemeinschaft vor Ort im Rahmen ihrer Moskau-Reise von hoher Bedeutung und eine wichtige Anlaufstelle für die praktische Umsetzung der Forschungszusammenarbeit.

Fursenko und Bulmahn haben bei ihren Treffen bereits erste Vereinbarungen getroffen. Diese umfassen die vertragliche Absicherung und Intensivierung der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich der Laserforschung bis zum Jahr 2010, in der Meeres- und Polarforschung eine Forcierung der Forschungsprogramme auf das Internationale Polarjahr 2007 und eine Vereinbarung über die künftigen Schwerpunkte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie. Dazu zählen Internetanwendungen, Hochleistungsrechenverfahren und die mathematische Modellierung von Prozessen aller Art.

| BMBF - Pressereferat (LS 13)
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie