Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit "LearNet" ins virtuelle Labor: Lernen und experimentieren im Internet

28.06.2001


  • Mit "LearNet" ins virtuelle Labor
  • Studierende forschen via Internet
  • Zugriff auf einzigartige Laborexperimente

Das Lernen ist nicht mehr das, was es früher einmal war: Längst haben die Neuen Medien angefangen, das Schulbankdrücken zu ersetzen. Auf diese neuen Verhältnisse müssen sich auch die Hochschulen einrichten, und dabei soll LearNet ("Lernen und Experimentieren an realen technischen Anlagen im Netz") helfen. Aus dem vom BMBF geförderten dreijährigen Projekt, an dem unter Federführung von Prof. Dr.-Ing. Christian Schmid (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB) acht deutsche Hochschulen beteiligt sind, sollen neben einem Konzept für eine sinnvolle mediendidaktische Stoffaufbereitung auch innovative Software-Produkte für vernetztes Lernen hervorgehen.

Einmalige Experimente bundesweit steuern

Acht Hochschulinstitute aus verschiedenen Bundesländern (neben der RUB die TU München, die TU Dresden, die Fernuni Hagen, die Uni Siegen, die TU Cottbus, die FH und die PH Weingarten) haben sich zu dem Projekt zusammengeschlossen. Sie realisieren in ihren Labors je ein innovatives Experiment aus den Bereichen Regelungs- und Steuerungstechnik, Automatisierungstechnik und Mechatronik. Jedes Experiment erhält einen Internetzugang, so dass es sich von jedem Standard-PC, unabhängig von Ort und Zeit steuern lässt. Per Video- und Audiorückkopplung können Studierende den Ablauf dann von ihrem Bildschirm aus beobachten und beeinflussen. Neue Mittel der virtuellen Realität - neben räumlichen und akustischen 3D-Modellen etwa haptische oder sogar olfaktorische Erweiterungen - sollen in Zukunft die Nähe zum Versuch noch verbessern.

Welches Bild entsteht im Kopf?

Besonderes Gewicht liegt bei LearNet auf der didaktischen Aufbereitung und Evaluation. Bisher noch kaum erforschte Fragen der virtuellen Arbeit sind etwa: "Wie viel sinnliche Wahrnehmung braucht jemand für die Durchführung eines Experiments über Internet? Welches Abbild des technischen Systems hat er im Kopf, und wie erzeugt man das?" Pädagogen und Psychologen werden sich diesen Aspekten widmen. Die virtuellen Experimente sollen nicht nur zur Bereicherung von Präsenzveranstaltungen dienen, sie sollen auch für Fernstudien oder die Weiterbildung von Ingenieuren und Ingenieurinnen eingesetzt werden können. Die Teilnehmer sollen sich so schon früh an die Anwendung moderner Medien im Beruf gewöhnen.

Spielerische Werbung für Ingenieurstudien

Als Zielgruppe kommen neben Studierenden auch Schülergruppen in Frage: Bei Projektgruppen können sie schon auf niedrigem Niveau Technik ausprobieren und sich so dafür begeistern lernen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Christian Schmid, Lehrstuhl für Automatisierungstechnik und Prozessinformatik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24093, Fax: 0234/32-04093, E-Mail: cs@esr.ruhr-uni-bochum.de.

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.esr.ruhr-uni-bochum.de/LearNet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics