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Erster Schritt zur "Virtuellen Hochschule Bioinformatik

25.06.2001


Der Vortrag von Prof. Dr. Johann Gasteiger vom Institut für Organische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema "Neuronale Netze in der Wirkstoffforschung" ist eine erster Schritt zur "Virtuellen Hochschule Bioinformatik". Der Vortrag findet statt am Dienstag, 3. Juli 2001 um 16 Uhr im Hörsaal des Instituts für Biochemie (Fahrstr. 17, in Erlangen) und wird in Hörsäle der Universitäten Würzburg und Bayreuth übertragen. Diese technische Premiere einer Dreierkonferenz im Wissenschaftsbereich wird ermöglicht von den Rechenzentren der Universitäten unter Federführung des Regionalen Rechenzentrums Erlangen, das seine bundesweit nahezu einmalige Expertise in diesem Bereich einbringt.

Die Bioinformatik ist ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt an den fränkischen Universitäten Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Bayreuth, der für den Ausbau der Spitzenposition der biomedizinischen Forschung in der Region und deren Umsetzung in unternehmerische Aktivitäten entscheidend ist. Um die Bioinformatik-Kapazitäten optimal zu nutzen, haben sich die fränkischen Universitäten zu einem Bioinformatik-Verbund zusammengeschlossen. Ein Projekt in diesem Verbund ist die Entwicklung eines Lehrangebots, das für Studenten der Naturwissenschaften, Medizin und Informationswissenschaften die lokal verteilten Ressourcen zusammenführt. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer "Virtuellen Hochschule Bioinformatik", und deren Integration in die innovativen molekularen und biomedizinischen Studiengänge in Franken.

Drei Bioinformatik-Vorträge im Sommersemester 2001, live und interaktiv übertragen zwischen den fränkischen Universitäten, werden den Auftakt für das virtuelle Lehrangebot in der Bioinformatik bilden. Die Vorträge finden jeweils dienstags, von 16.00 bis 17.00 Uhr statt.

03. Juli 2001: Prof. Dr. Johann Gasteiger
(Universität Erlangen-Nürnberg


Neuronale Netze in der Wirkstoffforschung.
10. Juli 2001: Dr. Knut Baumann
Quantitative Struktur-Wirkungs-Beziehungen: wie

kann man mit chemischen Strukturen rechnen?
17. Juli 2001: PD Dr. Heinrich Sticht
Auf dem Weg von der Sequenz zur Funktion:
der Informationsgehalt von Proteinstrukturen.

Die Vorträge finden statt beziehungsweise werden übertragen:
In Bayreuth: Naturwissenschaften II, Hörsaal H18
In Erlangen: Institut für Biochemie, Hörsaal, Fahrstr. 17
In Würzburg: Biozentrum, Hörsaal 101, Am Hubland

Technisches Kernstück des Verbunds ist die Vernetzung der drei Universitäten über ein Hochgeschwindigkeits-Datennetz (ATM), was interaktive Live-Übertragungen von Vorlesungen zwischen den Standorten in Fernsehqualität ermöglicht. Die von den Rechenzentren und Mediengruppen aufgebaute Multimedia- und Netzwerk-Erfahrung kann auf andere Lehrinhalte angewandt werden und sich so zu einen weiteren Standortvorteil für die beteiligten Universitäten entwickeln.

Die Bioinformatik-Kapazitäten befinden sich an allen drei fränkischen Universitäten in zügigem Aufbau. In Würzburg entsteht derzeit ein Lehrstuhl Bioinformatik, für den noch dieses Jahr der Ruf ergehen soll. Die Koordination eines der bundesweit drei GenoMik-Kompetenznetze zur Erforschung der Genome von Mikroorganismen ist ein weiterer Bioinformatik-Schwerpunkt in Würzburg. In Erlangen steht eine Bioinformatik-Professur vor der Besetzung und ein Genomik-Zentrum ist im Aufbau. Auch in Bayreuth wird der Bioinformatik im Rahmen des massiven Ausbaus der Angewandten Informatik ein besonderes Gewicht zukommen.

Weitere Informationen unter
http://www.biomedtec-franken.de/ger/virt-bioinfo.html


* Weitere Informationen:
BioMedTec Franken e.V. Dr. Stephan Schröder-Köhne
Versbacher Str. 5, 97078 Würzburg
Tel. 0931/201 3829

mailto:ssk@biomedtec-franken.de

 

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.biomedtec-franken.de
http://www.biomedtec-franken.de/ger/virt-bioinfo.html

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