Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zurück in die Wissenschaft

01.12.2004


Helmholtz-Gemeinschaft startet Initiative für mehr Chancengleichheit - Erster Baustein: Stellen für den Wiedereinstieg nach einer Elternzeit


Mit einem jetzt gestarteten Fünf-Punkte-Programm setzt sich die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren für mehr Chancengleichheit in der Wissenschaft ein. Als ersten Baustein schreibt die größte deutsche Wissenschaftsorganisation spezielle Stellen für den Wiedereinstieg in die Forschung aus. Damit erleichtert sie Eltern nach einer familienbedingten Unterbrechung die Rückkehr in die Wissenschaft. Die weiteren Bausteine tragen zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei und fördern Frauen in Führungspositionen.

"Wir brauchen deutlich mehr Frauen in der Forschung, um unser Potenzial an Kompetenz und Kreativität wirklich auszuschöpfen", so Prof. Dr. Walter Kröll, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Leider haben Frauen und Männer in der Wissenschaft bisher nicht die gleichen Chancen. Das ist eine Situation, die wir uns nicht leisten können." Eine Unterbrechung der wissenschaftlichen Tätigkeit für Zeiten der Kinderbetreuung mache es vor allem Frauen schwer, ihre Forscherkarriere voran zu treiben. Deshalb stellt die Helmholtz-Gemeinschaft jetzt 29 Wiedereinstiegsstellen jährlich in ihren Forschungsbereichen Gesundheit, Erde und Umwelt, Struktur der Materie, Energie, Verkehr und Weltraum sowie Schlüsseltechnologien bereit. Die Stellen werden je zur Hälfte durch den Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten und durch das jeweilige Helmholtz-Zentrum finanziert. Sie können laufend besetzt werden und sollen bevorzugt in Nachwuchsgruppen und den Virtuellen Zentren der Gemeinschaft eingerichtet werden.


Neben der Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Schlüsselstellung in dem Programm. Besonders wichtig sind dabei ganztägige Betreuungsmöglichkeiten für Kinder vom 1. Lebensjahr an. Diese sollen ebenso wie flexible Arbeitszeiten flächendeckend in der Helmholtz-Gemeinschaft etabliert werden. Hier kann die Gemeinschaft auf erfolgreiche Modelle zurückgreifen, die einzelne Helmholtz-Zentren bereits eingerichtet haben. Zwei weitere Bausteine sollen Frauen gezielt auf Leitungsfunktionen vorbereiten: ein mehrjähriges Trainingsprogramm, das sich an den Anforderungen für international wettbewerbsfähiges Führungspersonal orientiert, und ein Netzwerk-"Mentoring", das den Kontakt und Austausch mit erfolgreichen Führungskräften ermöglicht und dadurch die Aufstiegschancen verbessert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissen¬schaftsorganisation Deutschlands. Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemein¬schaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs For¬schungs¬bereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Welt¬raum. Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissen¬schaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Syste¬men hoher Komplexität.

Kecia Holtzendorff | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de/wiedereinstieg

Weitere Berichte zu: Materie Vereinbarkeit Wiedereinstieg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau