Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wald-Zentrum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, eröffnet

22.11.2004


Unter Mitwirkung namhafter Gäste wurde das Wald-Zentrum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, am gestrigen Donnerstag (18. November 2004) in einem Festakt feierlich eröffnet. Die rund 150 Vertreter aus den Bereichen Wald, Forst- und Holzwirtschaft, von Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie aus Politik und Presse erwartete nach dem offiziellen Eröffnungsprogramm am Vormittag eine Vortragsreihe mit interessanten Referenten aus Wissenschaft und Praxis.



Prof. Dr. Harald Züchner, Prorektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Dietrich Graf von Nesselrode, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW sowie eine Vertreterin der Studierenden der Landschaftsökologie an der Universität Münster eröffneten mit Überbringung ihrer Grußworte die Ver-anstaltung. Thomas Neiss, Abteilungsleiter im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW überbrachte die Grußworte der Umweltministerin des Landes NRW, Bärbel Höhn. Im Anschluss referierte Prof. Dr. Andreas Schulte, Leiter des Wald-Zentrums, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, über die "Ausgangssituation und Chancen eines internationalen und interdisziplinären Wald-Zentrums in NRW".



Breit gefächerte Vortragsreihe

Am Nachmittag waren drei Gastvorträge zu hören. Alhard Freiherr von dem Bussche-Kessell, Vorsitzender des Grundbesitzerverbandes NRW e. V., trug zur "Bedeutung des Waldes und der Rohholzmärkte im typischen Portfolio eines ländlichen Grundeigentümers" vor. Prof. Dr. Walter Warkotsch, Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft an der Technischen Universität München, referierte über den "Wettlauf mit der Zukunft" in der Forst- und Holzwirt-schaft. Zum Abschluss gab Hermann Graf Hatzfeldt, Mitglied des Deutschen Nachhaltigkeitsrates, einen Ausblick auf die "Zukunft des Waldes und der Forstwirtschaft aus Sicht des Deutschen Nachhaltigkeitsrates".

Bedeutender Cluster Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Nordrhein-Westfalen - Motiv für die Gründung

Im Eröffnungsvortrag unterstrich Prof. Dr. Andreas Schulte die besondere ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung des Waldes für das mit 18 Mio. Einwohnern dicht besiedelte Industrieland Nordrhein-Westfalen, letztlich Hauptgrund für die Landesregierung und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ein Wald-Zentrum in Münster zu gründen. So ist der "Cluster Forst & Holz" mit rund 35 Mrd. Euro Umsatz und etwa 260.000 sozi-alversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen ein arbeits-marktpolitischer und volkswirtschaftlicher Mammutbaum, der traditionell als ökonomisch bedeutsam eingestufte Branchen wie beispielsweise den Fahrzeugbau, die Chemische Industrie oder die Elektrotechnik weit übertrifft, aber in der Öffentlichkeit als Bonsai wahrgenommen wird. Wer weiß schon, dass jede dritte in Europa verkaufte Einbauküche aus Nordrhein-Westfalen stammt? Dass jeder dritte deutsche Möbelhersteller im Dreieck zwischen Det-mold, Gütersloh und Paderborn ansässig ist? Dass Nordrhein-Westfalen mehr Beschäftigte im Bereich Forst und Holz hat als selbst das waldreiche Finnland?

Der Cluster Wald und Holz in Nordrhein-Westfalen steht zukünftig vor großen Herausforderungen, wenn er seinen Platz in der "Champions League" der ökologisch und ökonomisch wichtigen Branchen behalten will.

Hier kann und will das Wald-Zentrum im Bereich der angewandten Forschung, der Beratung sowie Fort- und Weiterbildung ansetzen und Ansprechpartner der Landesregierung, von Unternehmen und Verbänden der Bereiche Wald-ökologie, Forst- und Holzwirtschaft sein. Dabei wird besonderer Wert auf innovative Zukunftsthemen gelegt, die Konfliktfelder zwischen dem Waldnaturschutz beziehungsweise der Erholungsnutzung einerseits sowie der betriebs-wirtschaftlichen Notwendigkeit der Waldbesitzer andererseits zu überwinden.

Einzigartige Institution im Bereich Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Das Wald-Zentrum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wurde als einzige in Nordrhein-Westfalen im Bereich Wald, Forst- und Holzwirtschaft bestehende Forschungseinrichtung im Oktober 2003 gegründet. Zum Janu-ar 2004 nahm die Institution ihre Arbeit auf. Das Wald-Zentrum wird gebildet aus dem Lehrstuhl für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft im Institut für Landschaftsökologie und dem Internationalen Institut für Wald und Holz NRW e. V. an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Neben dem Lehr-stuhlinhaber, Prof. Dr. Andreas Schulte, umfasst das Team des Wald-Zentrums derzeit 13 Mitarbeiter.

Dorothe Tesch | idw
Weitere Informationen:
http://www.wald-zentrum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften