Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes deutsch-norwegisches Graduiertenkolleg erforscht Ursachen von Angst und Furcht

10.11.2004


Die Ursachen von Angst und Furcht werden künftig im Rahmen des ersten deutsch-norwegischen Graduiertenkollegs erforscht, das heute im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald eröffnet wurde.



Das International Center for Integrated Neuroscience at the Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (ICIN) - so der offizielle Name des internationalen Graduiertenkollegs - bietet zwölf Doktorandinnen und Doktoranden in den nächsten drei Jahren Gelegenheit, mit einem Stipendium des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald an den Universitäten in Greifswald, Trier und Bergen (Norwegen) zu forschen und an einer der drei beteiligten Universitäten zu promovieren.

... mehr zu:
»Furcht »Stipendiat


Das Spektrum der Themen, zu denen die Nachwuchsforscher arbeiten werden, reicht von Tierexperimenten zur Reparatur von Nervenzellen im Gehirn über die Anwendung nichtlinearer Modelle zur Analyse von Gehirnkurven bis zur Erforschung der Ursachen bestimmter psychischer Störungen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen aus allen Teilen Deutschlands, aus Belgien, Norwegen und Rumänien. An den drei beteiligten Universitäten werden jeweils vier von ihnen forschen. Um ihre Forschungsergebnisse auszutauschen, werden sich die acht Stipendiatinnen und vier Stipendiaten alle drei Monate in Greifswald zu einem Kolloquium treffen. Gelehrte aus aller Welt sollen dazu als Gast-referenten eingeladen werden.

Getragen wird das deutsch-norwegische Graduiertenkolleg - ein Projekt der Nachwuchsförderung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald - von international renommierten neurowissenschaftlichen Forschergruppen an den Universitäten Bergen (Norwegen), Greifswald und Trier. Es ist das erste internationale Graduiertenkolleg, an dem neben deutschen Universitäten auch eine norwegische Hochschule beteiligt ist. Bis zum Start waren deshalb eine Reihe organisatorischer Hürden zu überwinden, denn die Nachwuchsförderung in Norwegen, das nicht der EU angehört, ist ganz anders strukturiert als in Deutschland.

Möglich wurde die deutsch-norwegische Kooperation schließlich dank der Bereitschaft der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, das Kolleg allein und ohne finanzielle Beteiligung eines norwegischen Partners zu finanzieren - die nach den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft für internationale Graduiertenkollegs unumgänglich gewesen wäre. Über 800.000 ¤ wird die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den nächsten drei Jahren für das Graduiertenkolleg aufwenden.

Ausgewählt wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten von den Leitern der drei kooperierenden neurowissenschaftlichen Institute, den Professoren Alfons Hamm (Institut für Physiologische und Klinische Psychologie/Psychotherapie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Kenneth Hugdahl (Institut für Biologische und Medizinische Psychologie der Universität Bergen, Norwegen) und Werner Wittling (Zentrum für Neuropsychologische Forschung der Universität Trier). Nach einer europaweiten Ausschreibung im Juli hatten sich 56 neurowissenschaftliche Nachwuchsforscher aus ganz Europa um ein Greifswalder Stipendium beworben.

Zur Eröffnung des Graduiertenkollegs übermittelte der Wissenschaftliche Direktor des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs, Professor Klaus Pinkau, den Gästen die Grüße des Kuratoriumsvorsitzenden der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Professor Berthold Beitz. Als das Alfried Krupp Wissen-schaftskolleg am 3. Dezember 2002 im Greifswalder Dom St. Nikolai eröffnet wurde, wünschte sich Professor Beitz, daß das Greifswalder Kolleg ?ein Ort sein möge, an dem besonders junge Forscher und Wissenschaftler miteinander ins Gespräch kommen?. Diesem Ziel ist das Kolleg mit der nun begonnenen internationalen Kooperation ein gutes Stück nähergekommen. Und das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg wird im nächsten Jahr, wie Professor Pinkau hervorhob, den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, indem es gezielt Projekte anregt und fördert, die die Anziehungskraft Greifswalds auf den wissenschaftlichen Nachwuchs möglichst vieler Fächer stärken.

Ansprechpartner:

Dr. Reinold Schmücker
Wissenschaftlicher Koordinator
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
D-17487 Greifswald
Telefon 03834.86-19026, Telefax -19005
reinold.schmuecker@wiko-greifswald.de

Sabine Köditz | idw
Weitere Informationen:
http://www.wiko-greifswald.de

Weitere Berichte zu: Furcht Stipendiat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magnetische Kraft von einzelnen Antiprotonen mit höchster Genauigkeit bestimmt

18.01.2017 | Physik Astronomie

Löschwasser mobil und kosteneffizient reinigen

18.01.2017 | Verfahrenstechnologie

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten