Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Potsdamer Linguistik bei Exzellenzprogramm der Europäischen Union

25.10.2004


Potsdamer Linguistik mit einem von fünf deutschen Studiengängen bei Exzellenzprogramm der Europäischen Union dabei. Gemeinsame Studienabschlüsse mit Italien, Finnland und den Niederlanden


Außerordentlich erfolgreich verlief die Antragstellung der Patholinguistik der Universität Potsdam im neuen EU-Programm "ERASMUS-Mundus". Erasmus Mundus ist ein Exzellenzprogramm der Europäischen Union, das für die Laufzeit bis 2008 mit einem Gesamtetat von 230 Millionen Euro ausgestattet ist. Unter diesem Markenzeichen werden künftig herausragende internationale Studiengänge angeboten, in denen Studierende aus aller Welt, gefördert mit Stipendien der Europäischen Kommission, an verschiedenen europäischen Hochschulen studieren und entsprechende gemeinsame akademische Grade erhalten. Diese Studiengänge gelten als Beleg für die Exzellenz der Ausbildung in Europa. Gleichzeitig soll das Programm die wissenschaftlichen Beziehungen zu Hochschulen außerhalb der EU stärken und auch deutschen Studierenden den Schritt zu internationaler Studienerfahrung erleichtern.

Insgesamt erhielt die Europäische Kommission 128 Anträge, hat aber nur 19 Studiengänge europaweit und über alle Fächer in die Förderung aufgenommen. Fünf der 19 Studiengänge finden unter deutscher Federführung statt. Dazu zählt auch der von der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit den Universitäten Joensuu/Finnland, Mailand-Bicocca/Italien und Groningen/Niederlande unter der Leitung von Prof. Dr. Ria De Bleser koordinierte Studiengang "European Master in Clinical Linguistics" (EMCL).


Ziel des EMCL-Studienganges ist es, in einem 15-monatigen Programm fundiertes Wissen über Psycho- und Neurolinguistik sowie über sprachdiagnostische und -therapeutische Theorien und Methoden zu vermitteln. Die Studierenden erhalten jeweils 29.000 Euro Stipendium beziehungsweise Reisekostenzuschuss. Die Einrichtung des Studiengangs wurde 1998 auf Initiative des European Language Councils (ELC) in die Wege geleitet. Leitender Gedanke war einerseits, dass die fundierte Therapie von Kindern und Erwachsenen mit Sprachstörungen ein detailliertes linguistisches Wissen voraussetzt und andererseits die theoretische Linguistik von einem begründeten Wissen über die Zusammenhänge zwischen Sprache und Kognition profitieren kann. Obwohl das für das Erreichen dieser Ziele notwendige interdisziplinäre Programm kaum an einzelnen Universitäten vorhanden ist, kann es durch Kooperation auf europäischer Ebene erfolgreich angeboten werden.

Beantragt und bewilligt wurde die Aufnahme des EMCL-Programms in das Erasmus Mundus Programm mit einem Vorbereitungsjahr. Während dieses Jahr noch dazu genutzt wird, überall in der Welt geeignete leistungsstarke Studierende und Gastwissenschaftler auszuwählen, werden ab 2005/2006 eine Gruppe von 55 bis 70 Studierenden und vier bis fünf Gastwissenschaftler an den vier beteiligten Hochschulen erwartet. Anschließend sollen Hochschulpartnerschaften mit Hochschulen in Drittländern abgeschlossen werden.

Andrea Benthien | idw
Weitere Informationen:
http://www.emcl-mundus.com
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/pm179_04.htm

Weitere Berichte zu: Exzellenzprogramm Gastwissenschaftler Linguistik Mundus Stipendium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie