Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesregierung setzt auf Investitionen in die Zukunft

15.06.2001

Bulmahn: "Noch nie waren Bildung und Forschung einer Bundesregierung so viel wert wie heute"

Mit einer erneuten Steigerung der Haushaltsmittel von rund 440 Millionen Mark auf nun 16,41 Milliarden Mark (8,39 Mrd. EUR) wird der Haushalt 2002 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den höchsten Stand aller Zeiten erreichen. Bundesministerin Edelgard Bulmahn erklärte dazu heute in Berlin: "Noch nie war Bildung einer Bundesregierung soviel wert wie heute, noch nie wurde soviel in Forschung investiert, wie jetzt. Die Bundesregierung hält ihr Versprechen und investiert nachhaltig in den Innovationsstandort Deutschland. Bildung und Forschung sind die Motoren für neue Arbeitsplätze und für neue Produkte. Die Haushaltsentscheidung kommt dem ganzen Land und allen Menschen zugute."

"Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Studierende, Auszubildende und alle, die sich weiterbilden wollen, sind die Gewinner unserer Politik. Das sind Investitionen in die Köpfe der Menschen, die hier leben", betonte die Ministerin. "Insbesondere für die jungen Leute eröffnen wir zukunftsweisende Perspektiven: Das Studium hängt mit dem neuen BAföG nicht mehr vom Geldbeutel der Eltern ab, die Nachwuchswissenschaftler werden besser gefördert, mit dem ’Meister-BAföG’ können junge Handwerkerinnen und Handwerker ihre Zukunft aufbauen und jeder junge Mensch, der kann und will, wird ausgebildet!"

Aber auch strukturelle Reformen in der Forschungsförderung und eine Forcierung der Schwerpunktsetzung wurden mit den Mitteln vorgenommen. Bulmahn: "Forschung für den Menschen und Forschung für neue Arbeitplätze haben klare Priorität. Der gesamte IT-Bereich und die Lebenswissenschaften gehören zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Sie erhalten erneut einen deutlichen Förderungszuwachs." Die Forschungspolitik orientiere sich dabei an einer umweltgerechten und nachhaltigen Entwicklung. Im Mittelpunkt stünden in Zukunft die Erforschung der Öko-Systeme und Verfahren für den integrierten Umweltschutz bei der Herstellung neuer Produkte.

"Die Hochschulen stehen heute international im Wettbewerb um die besten Köpfe", so Bulmahn. "Die Bundesregierung stärkt die Hochschulen in diesem Wettbewerb mit deutlich mehr Mitteln für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Und wir machen unser Land mit der neuen Juniorprofessur wieder attraktiv für Nachwuchsforscherinnen und -forscher." Darüber hinaus werde der Innovationsstau an Universitäten und Fachhochschulen durch mehr Mittel für Hochschulbau und neue Geräte abgebaut. "Um rund 20% haben wir hierfür die Investitionen seit Regierungsantritt gesteigert."

Die Bundesregierung stärkt weiterhin entschieden die Innovationskraft in den neuen Ländern. Insgesamt werden für die neuen Länder auch in 2002 über 1,5 Mrd. EUR (über 3 Mrd. DM) zur Verfügung gestellt. Den neuen Ländern stehen alle Fördermaßnahmen des BMBF offen, sie werden aber weiterhin in besonderer Weise unterstützt. Für innovative Regionen werden mit dem Programm InnoRegio im Jahr 2002 35,8 Mio. EUR (70 Mio. DM) ausgegeben. Für "Innovative Regionale Wachstumskerne" stehen weitere 26,56 Mio. EUR (50 Mio. DM) aus UMTS-Mitteln zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Ausbildungsprogramme für die neuen Länder bedarfsgerecht fortgeführt.

Im Haushalt 2002 sind insgesamt 600 Millionen Mark (306,78 Millionen EUR) UMTS-Mittel enthalten, die für strategisch wichtige Zukunftsfelder eingesetzt werden. So werden die Universitäten und Fachhochschulen mit der "Zukunftsinitiative Hochschulen" gestärkt und die Berufsschulen im IT-Bereich fit gemacht. Mit dem Aufbau des "Nationalen Genomforschungsnetzes" soll eine intensive Forschung für die Bekämpfung von Krankheiten betrieben werden. "Die Bundesregierung ist angetreten mit dem Versprechen, unser Land zu modernisieren und die Investitionen in Bildung und Forschung erheblich zu erhöhen. Dieses Versprechen haben wir gehalten. Wir werden es auch in Zukunft einlösen", erklärte Bulmahn abschließend.

Pressereferat (LS 13) | Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/presse01/PM0613Anhang1.pdf
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: IT-Bereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

nachricht Neues Ausbildungsjahr startet mit acht modernisierten Berufen
27.07.2016 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln quantenphotonischen Schaltkreis mit elektrischer Lichtquelle

Optische Quantenrechner könnten die Computertechnologie revolutionieren. Forschern um Wolfram Pernice von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Ralph Krupke, Manfred Kappes und Carsten Rockstuhl vom Karlsruher Institut für Technologie ist es nun gelungen, einen quantenoptischen Versuchsaufbau auf einem Chip zu platzieren. Damit haben sie eine Voraussetzung erfüllt, um photonische Schaltkreise für optische Quantencomputer nutzbar machen zu können.

Ob für eine abhörsichere Datenverschlüsselung, die ultraschnelle Berechnung riesiger Datenmengen oder die sogenannte Quantensimulation, mit der hochkomplexe...

Im Focus: First quantum photonic circuit with electrically driven light source

Optical quantum computers can revolutionize computer technology. A team of researchers led by scientists from Münster University and KIT now succeeded in putting a quantum optical experimental set-up onto a chip. In doing so, they have met one of the requirements for making it possible to use photonic circuits for optical quantum computers.

Optical quantum computers are what people are pinning their hopes on for tomorrow’s computer technology – whether for tap-proof data encryption, ultrafast...

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Laser für Neurochirurgie und Biofabrikation - LaserForum 2016 thematisiert Medizintechnik

27.09.2016 | Veranstaltungen

Ist Vergessen die Zukunft?

27.09.2016 | Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanotechnologie für Energie-Materialien: Elektroden wie Blattadern

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ultradünne Membranen aus Graphen

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ein magnetischer Antrieb für Mikroroboter

27.09.2016 | Biowissenschaften Chemie