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Wissenschaftsrat veröffentlicht Gutachten über das Bonner Forschungszentrum caesar

02.06.2004

Das Forschungszentrum caesar hat 1999 als größtes wissenschaftliches Vorhaben im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs seine Arbeit aufgenommen. Als unabhängige Forschungseinrichtung soll die Stiftung modellhafte Strukturen entwickeln und erproben, die der Forschung optimale Bedingungen geben und die Umsetzung ihrer Ergebnisse beschleunigen. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen hatten als Stifter den Wissenschaftsrat gebeten, den Aufbau und die bisherige Entwicklung caesars sowie die Durchführung des Stiftungskonzepts zu evaluieren, das von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt wurde. Heute ist das Gutachten veröffentlicht worden, an das der Wissenschaftsrat Empfehlungen für die Zukunft caesars anschließt.

Die Begutachtung fand unmittelbar nach Umzug caesars in das neue Forschungsgebäude statt und betrachtet den Zeitraum von 1999 bis 2002, in dem caesar in angemieteten Büro- und Laborräumen von 10 auf 140 Mitarbeiter wuchs. In dieser Zeit wurden caesars innovative Strukturen, wie z.B. die Budgetzuweisung an Arbeitsgruppenleiter, die innovative Gehaltsstruktur, die Flexibilität in der Organisation von Projektgruppen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit entwickelt, die der Wissenschaftsrat hervorhebt. Gleichzeitig wurde die wissenschaftliche Infrastruktur und der Neubau konzipiert, geplant und errichtet. Diese engagierte Aufbauarbeit erkennt der Wissenschaftsrat ausdrücklich an.

In dieser Aufbauphase, in provisorischer Unterbringung und mit begrenztem Personal hat caesar 33 Patente angemeldet. Wegen der langen Bearbeitungszeiten der Patentämter wurden das erste Patent Ende 2002 und 2 weitere Patente Anfang 2004 erteilt. Weitere Erteilungen werden erwartet.

Das Potential für Firmengründungen ist ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Einrichtung von Arbeitsgruppen bei caesar. Derzeit bereitet caesar Ausgründungen vor auf den Gebieten der 3D-Visualisierungen, der Lasertechnik und elektronischer Biochips. 2 Ausgründungen stehen unmittelbar bevor. Firmengründungen auf Basis technologischer Innovationen brauchen erfahrungsgemäß konzentrierte Entwicklung, Geduld und Zeit.

Als Ausgleichsmaßnahme für die Region Bonn war es zunächst eine Aufgabe von caesar, sich mit den Forschungseinrichtungen in der Region zu vernetzen. Insbesondere mit der Universität Bonn wurde auf mehreren Forschungsgebieten eine komplementäre Zusammenarbeit entwickelt; die gleichzeitig entstandenen nationalen und internationalen Kooperationen können nun verstärkt ausgebaut werden.

Den caesar-Mitarbeitern wird eine hohe Qualifikation und Motivation zugesprochen, die sich in guten bis sehr guten Leistungen äußert. Wenn der Wissenschaftsrat nun eine Fokussierung der wissenschaftlichen Arbeit empfiehlt, entspricht dies dem flexiblen Grundkonzept von caesar, wissenschaftliche und wirtschaftlich orientierte Arbeitsschwerpunkte aktuellen Entwicklungen anzupassen.

Für die Arbeit der vom Wissenschaftsrat empfohlenen Strukturkommission sollte es dabei Richtschnur sein, auf den erzielten wissenschaftlichen Erfolgen aufzubauen und die nun fertiggestellte Infrastruktur zu nutzen. caesar begrüßt die Einsetzung der Strukturkommission, um mit ihren Empfehlungen den erfolgreichen Aufbau des Forschungszentrums fortzusetzen.

Francis Hugenroth | Forschungszentrum caesar
Weitere Informationen:
http://www.caesar.de

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