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Ausbildungsoffensive 2004 im deutsch-polnischen Grenzgebiet

18.05.2004


Bulmahn: "Europäische Dimension der beruflichen Ausbildung nutzen"



Für Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat die berufliche Ausbildung eine immer stärkere europäische Dimension. "Wir müssen die europäische Dimension der beruflichen Ausbildung nutzen", sagte die Ministerin am Dienstag in Frankfurt (Oder). Die Erweiterung der Europäischen Union biete besonders für die ostdeutsche Grenzregion neue Perspektiven. Bulmahn warb dort im Rahmen der Ausbildungsoffensive 2004 der Bundesregierung bei Wirtschaft und Verbänden für mehr Ausbildungsplätze und besuchte deutsch-polnische Gemeinschaftsprojekte in der beruflichen Bildung.



Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Austausch von Auszubildenden mit Polen, der Tschechischen Republik und anderen europäischen Ländern. Die jungen Menschen erwerben dabei Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz und verbessern ihre fachliche Qualifikation. Im Rahmen des BMBF-Projekts Regiokom (Regiokompetenz Ausbildung) wird eine grenzüberschreitende Verbundausbildung aufgebaut. Damit können Auszubildende einen längeren Ausbildungsabschnitt im Ausland absolvieren.

Bulmahn will außerdem die Reform des Berufsbildungsgesetzes für mehr Internationalität in der Ausbildung nutzen: "Der Auslandsaufenthalt muss für Auszubildende in der beruflichen Bildung genau so selbstverständlich werden wie für Studierende." Bei den europäischen Bildungsprogrammen SOKRATES und LEONARDO DA VINCI gehöre Polen inzwischen zu den wichtigsten Zielländern. Bei den Ausbildern stehe Polen auf dem ersten Platz - noch vor Frankreich, England oder Spanien. Gleichzeitig sei Polen für die Auszubildenden das fünft beliebteste Zielland.

Bulmahn sieht darin ein deutliches Zeichen: "Polen ist für Deutschland in der beruflichen Ausbildung ein wichtiges und attraktives Partnerland." In diesem Zusammenhang sei auch die Unterzeichnung der Erklärung über deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Berufsbildung im vergangenen April zu verstehen.

Mit der Erklärung wurde eine ständige deutsch-polnische Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Kooperation auf dem Gebiet der beruflichen Bildung vertiefen soll. Ihre Arbeit steht im Rahmen des europäischen Brügge-Kopenhagen-Prozesses, in dessen Rahmen bis 2010 ein europäischer Berufsbildungsraum geschaffen werden soll. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines Leistungspunktesystems für die Berufsbildung zur Anerkennung von im Ausland erbrachter Ausbildungsleistungen.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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