Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brain Drain geringer als häufig dargestellt

04.05.2004


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt die Studie "Wissenschaft und Karriere - Erfahrungen und Werdegänge ehemaliger Stipendiaten der Deutschen Forschungsgemeinschaft" publiziert. Sie dokumentiert die Ergebnisse einer Befragung von mehr als 1400 ehemaligen Stipendiaten der DFG. Untersucht wurden Erfahrungen während der Stipendienzeit und die weitere berufliche Entwicklung ehemaliger Stipendiaten.



Die Studie wurde von einem Forscherteam unter der Leitung von Jürgen Enders (Center for Higher Education Policy Studies an der Universität Twente/NL) und Alexis-Michel Mugabushaka (Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung, Universität Kassel) im Auftrag der DFG durchgeführt. Befragt wurden Personen, die in den Jahren 1986/87, 1991/92 und 1996/97 in einem von drei Stipendienprogrammen der DFG (Postdoktoranden-Programm, Habilitanden-Programm oder Forschungsstipendium) eine Bewilligung erhalten haben.

... mehr zu:
»Befragung »Stipendiat


Die Befragung ergab unter anderem, dass 86 Prozent aller ehemaligen Stipendiaten zum Zeitpunkt der Befragung (zwischen fünf und 16 Jahren nach Stipendienantritt) in der Wissenschaft tätig waren. Obwohl knapp drei Viertel aller Befragten die Förderung durch die DFG für einen Auslandsaufenthalt nutzte (Hauptziel waren hier die USA), arbeiten 85 Prozent der heute in der Wissenschaft Tätigen in Deutschland. Damit zeigt die Studie, dass der so genannte "brain drain" deutscher Nachwuchswissenschaftler, also die Abwanderung ins Ausland, zumindest quantitativ weniger stark ausgeprägt ist, als in der öffentlichen Diskussion oft wahrgenommen.

Neben dem Karriereweg untersuchte die Studie weiterhin die institutionelle Einbindung von Stipendiaten während des Stipendiums, ihre Kontakte zu Industrie und Wirtschaft und fragte nach der allgemeinen beruflichen Zufriedenheit. 79 Prozent aller Befragten gaben hier an, dass die ausgeübte Tätigkeit ihren Erwartungen entspricht. 59 Prozent sehen ihre beruflichen Erwartungen als erfüllt.

Die vollständige Studie sowie ein umfangreicher Tabellenband stehen im Internet zur Verfügung (www.dfg.de/zahlen_und_fakten/stip2004.html). Weiterhin ist ein DFG-Infobrief abrufbar, der die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfasst, sowie ein Kommentar zur Studie. Dieser Kommentar stellt Maßnahmen für die Weiterentwicklung der DFG-Nachwuchsförderung dar, die sich aus den Ergebnissen der Befragung ableiten.

Weitere Auskünfte zur Studie erteilen Dr. Jürgen Güdler, DFG, Bereich Informationsmanagement, Tel. (0228) 885-2649, E-Mail: juergen.guedler@dfg.de sowie
Herr Alexis-Michel Mugabushaka (seit April 2004 im Bereich Informationsmanagement für die DFG tätig), Tel. (0228) 885-2849, E-Mail: Alexis-Michel.Mugabushaka@dfg.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/zahlen_und_fakten/stip2004.html

Weitere Berichte zu: Befragung Stipendiat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung