Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die hohe Schule der Selbständigkeit

17.04.2001


Neue Kultur der Selbständigkeit in deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen / Jeder dritte Studierende will Unternehmen gründen / Ausgründungen als Erfolgsmaßstab für Forschungseinrichtungen /
Konferenz des Fraunhofer ISI

Die Schaffung einer Kultur der Selbständigkeit gehört mittlerweile zum Zielkatalog vieler Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Dies verdeutlichte die Konferenz "Wissenschaft und Wirtschaft im regionalen Gründungskontext", die Anfang April in Karlsruhe stattfand. Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung organisierte das Treffen der rund 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Karlsruher Forschungseinrichtung erforscht seit Jahren die Existenzgründungsdynamik in Deutschland. Beispielsweise ergab eine kürzlich von ihr durchgeführte Befragung unter rund 5 400 Studierenden an zehn Hochschulen, dass gut ein Drittel aller Studentinnen und Studenten an einer Unternehmensgründung interessiert sind.

Die fast 50 Referenten aus Hochschulen, regionalen Gründungsinitiativen, Ministerien, Fördereinrichtungen und Wissenschaft diskutierten eine facettenreiche Vielfalt an Maßnahmen, welche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in den letzten Jahren ergriffen haben, um Gründungen aus dem Wissenschaftsbereich zu stimulieren und das Thema Gründung in Lehre und Forschung zu integrieren. Das Spektrum reicht von breitangelegten Veranstaltungen, um Studierende und Hochschulangehörige für das Gründungsthema zu sensibilisieren, bis hin zu Kleingruppenveranstaltung oder Ferienakademien mit einer konzentrierten Wissensvermittlung an einen begrenzten Teilnehmerkreis.

Einen bedeutenden Anstoß gab der Wettbewerb »EXIST - Existenzgründer aus Hochschulen« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dessen Wirkungen geht weit über die derzeit fünf geförderten Initiativen hinaus.

Die Konferenz in Karlsruhe machte zudem deutlich, dass der Erfolg vieler außeruniversitärer Forschungseinrichtungen nunmehr auch an der Zahl ihrer Ausgründungen gemessen wird. Die Fraunhofer-, Max-Planck- oder Helmholtz-Gesellschaft unterstützen daher Gründungswillige oder beteiligen sich sogar finanziell an neuen Unternehmen.

Die Wissenschaftseinrichtungen agieren dabei häufig nicht allein, sondern sind in dichte Netze mit regionalen Partnern eingebunden. Sie werden bei dieser Aufgabe vielfach von Bund oder Ländern unterstützt. Aber auch private Finanziers engagieren sich in Form so genannter Public-Private-Partnerships. Eine besondere Rolle spielt die Deutsche Ausgleichsbank. Sie hat beispielsweise Gründerlehrstühle an verschiedenen deutschen Hochschulen gestiftet und unterstützte auch diese Konferenz.

Der Veranstalter erstellte einen über 800-seitigen Tagungsordner, der die Redebeiträge und Vortragsfolien enthält. Der Tagungsband kostet 80,-- DM (zzgl. MwSt. und Versandkosten) und ist zu beziehen bei:

Christine Schädel
Fraunhofer ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Tel.: (0721) 6809-138
Fax: (0721) 6809-176
E-Mail: cs@isi.fhg.de

Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI erweitert das naturwissenschaftlich-technisch orientierte Fachspektrum der Fraunhofer-Gesellschaft um wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aspekte. Dazu analysiert es technische Entwicklungen sowie deren Marktpotenziale und Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinär zusammengesetzten Teams des Instituts konzentrieren sich insbesondere auf die Bereiche Energie, Umwelt, Produktion, Kommunikation und Biotechnologie sowie auf die Regionalforschung und Innovationspolitik.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dipl.-Phys. Gerhard Samulat | idw

Weitere Berichte zu: Forschungseinrichtung ISI Selbständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten