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Staatliche Hochschulfinanzierung durch indikatorgestützte Mittelverteilung

31.03.2004


Dokumentation und Analyse der Verfahren in 11 Bundesländern

Hannover (ots) - Die Finanzierung der Hochschulen ist zu einem Dauerthema der Hochschulpolitik geworden. Eine Weichenstellung ist in der Bereitstellung von Globalhaushalten zu sehen. Damit werden Entscheidungen über die Verwendung der vom Staat zur Verfügung gestellten Mittel in die Hochschulen verlagert. Die für die Hochschulen zuständigen staatlichen Ressorts interessiert primär die Menge und Qualität der Leistungen, die die Hochschulen erbringen. Die Länder haben für die leistungsorientierte Mittelzuweisung sehr unterschiedliche Verfahren entwickelt. HIS hat im Rahmen einer breit angelegten Studie alle bisher in Deutschland praktizierten Verfahren analysiert.

Durch die neue Form der Mittelzuweisung sollen Anreize für die Hochschulen gesetzt werden, ihre Leistungen zu steigern. Nachfrageindikatoren werden verwendet, weil sie die Hochschulen gegenüber der gesellschaftlichen Nachfrage nach Ausbildungs- und Forschungsleistung öffnen. Erfolgsindikatoren werden genutzt, um die Verantwortung der Hochschulen für ihre "Produkte" zu betonen. Folgende Ergebnisse der Studie sind exemplarisch hervorzuheben: Bis zum Jahr 2003 haben 11 von 16 Bundesländern leistungsorientierte Mittelzuweisungsverfahren eingeführt. In allen Ländern wird "nur" ein Teil des staatlichen Zuschusses an die Hochschulen über entsprechende Indikatoren berechnet; dieser Anteil schwankt zwischen 3% und 95%. In Ländern, die hohe Budgetanteile nach Leistungsindikatoren bemessen, werden die Umverteilungseffekte dadurch begrenzt, dass ein maximaler prozentualer Verlust festgelegt wird, z.B. 1% der Haushaltssumme. Am häufigsten werden die Hochschulbudgets über Nachfrageindikatoren wie die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit gesteuert. In einigen Ländern dominiert dieser Indikator so stark, dass er über die Hälfte der Hochschulbudgets bestimmt. Erfolgsindikatoren wie Absolventenzahlen beeinflussen die Hochschulbudgets dagegen höchstens bis zu 8%.

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