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Bulmahn: "Deutschland muss Spitzentechnologien ausbauen"

16.03.2004


Institute verweisen auf Wachstumschancen durch technologische Innovation

Der weltweit wachsende Markt für Spitzentechnologien wird in Zukunft stärker als andere Branchen Arbeitsplätze und Wachstum schaffen. Das ist das Fazit einer Arbeit des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Montag in Berlin veröffentlichte. "Vor allem im Dienstleistungs-Sektor entstehen in Folge von Innovationen in der Spitzentechnologie die meisten Arbeitsplätze", erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in Berlin. "Deshalb brauchen wir in Deutschland immer mehr gut ausgebildete Spitzenkräfte, vor allem in Schlüsselbereichen wie der Technik und den Naturwissenschaften", sagte die Ministerin.

Bereits heute sei die Spitzentechnologie eine der wichtigsten Wachstumsbranchen in Deutschland. Nach Angaben von NIW und DIW verzeichneten Industrien der Spitzentechnologie in Deutschland zwischen 1995 und 2002 Zuwächse beim Auslandsumsatz von durchschnittlich 10,5 Prozent. Im Inland legte die deutsche Spitzentechnologie im gleichen Zeitraum beim Umsatz um jährlich vier Prozent zu.

Gerade Dienstleistungen mit einem hohen Wissensgrad werden in Zukunft verstärkt Beschäftigung schaffen, so Bulmahn weiter. Hierzu zählen Beratungs- sowie Medien- und Gesundheitsdienstleistungen. Insgesamt hätten Unternehmen aus dem wissensintensiven Dienstleistungsbereich zwischen 1998 und 2002 im Durchschnitt jährlich 2,8 Prozent mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. In einzelnen Branchen wie den Informations- und Kommunikationsdienstleistungen waren es im gleichen Zeitraum jährlich im Durchschnitt sogar 11,3 Prozent.

"Das zeigt, dass wir in Deutschland unser Bildungs- und Forschungssystem stärken müssen. Dazu brauchen wir Ganztagsschulen, die die Kinder früh fördern und ihre Talente stärken. Und wir brauchen exzellente Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die jungen Menschen die notwendige Qualifizierung und Ausbildung bieten. Das ist die beste Basis für Innovation", sagte Bundesministerin Bulmahn abschließend.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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