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Erster Europäischer Bildungsbericht veröffentlicht

26.02.2004


Catenhusen: "Investitionen in Bildung sind die Grundlage eines wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraums"



Der erste Europäische Bildungsbericht schafft die Grundlagen für die gemeinsame Entwicklung der Bildungssysteme in Europa. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, wies anlässlich der Vorstellung des Berichts am Donnerstag in Brüssel auf die Bedeutung der Bildungspolitik für ein nachhaltiges Wachstum und sozialen Zusammenhalt in Europa hin: "Investitionen in Bildung sind die Grundlage eines wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraums". Der Bericht hebt als zentrale Handlungsfelder Investitionen in Humankapital, die Förderung europaweiter Mobilität und die Verwirklichung des Prinzips lebenslangen Lernens hervor.



Ein weiteres EU-Arbeitsdokument zu Indikatoren und Benchmarks, das mit 29 Indikatoren die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in 30 Staaten analysiert, zeigt nach Ansicht Catenhusens für Deutschland einen klaren Reformbedarf. Nach den Ergebnissen der PISA-Studie liegt der Anteil der 15-jährigen mit schwacher Lesekompetenz in Deutschland mit 22,6 Prozent über dem europäischen Durchschnitt von 17,2 Prozent. "Hier werden wir mit einer besseren Förderung der Kinder in Ganztagsschulen die Fähigkeiten im Lesen und Schreiben erheblich verbessern", sagte Catenhusen. Gleiches gelte für den Fremdsprachenerwerb. Dort liegen die deutsche Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II nach den Daten ebenfalls leicht unter dem europäischen Schnitt von 1,5 Sprachen.

Dagegen sind die deutschen Hochschulen in Europa vergleichsweise erfolgreich. Nach dem Bericht hat Deutschland mit zehn Prozent einen relativ hohen Anteil ausländischer Studierender und ist eines der beliebtesten Zielländer für Studierende anderer Länder.

Nach Einschätzung Catenhusens werden sich die Bedingungen für einen gemeinsamen europäischen Bildungsraum in den kommenden Monaten weiter verbessern. So werde das neue ERASMUS Mundus-Programm die Attraktivität europäischer Hochschulbildung gegenüber Studierenden aus Drittstaaten stärken. Im Rahmen des Programms kooperieren jeweils drei Hochschulen aus drei verschiedenen Ländern und bieten gemeinsame Masterprogramme an. Im Sommer soll eine erste Ausschreibung vorliegen. Die EU-Ratstagung stellte ferner die Weichen für den neuen "EUROPASS". Dieser soll Bildungsteilnehmer bei der Darstellung ihrer Kompetenzen auf dem europäischen Arbeitsmarkt unterstützen.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/allgemeine_und_berufliche_bildung_2010.pdf
http://www.bmbf.de/pub/indicators_and_benchmarks.pdf
http://www.bmbf.de/de/919.php

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