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Wissenschaftsorganisationen einig über zentrale Bedeutung der Hochschulen

18.02.2004


HRK-Präsident: Hochschulen brauchen jetzt vorrangige Unterstützung



"Im Zentrum der vorgeschlagenen Exzellenzzentren der Forschung müssen die Hochschulen stehen." Dies erklärte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Peter Gaehtgens am 18. Februar. Zuvor hatte die sogenannte "Allianz" der Wissenschaftsorganisationen, der auch die HRK angehört, vorgeschlagen, dass die Bundesregierung mit der von ihr geplanten Spitzenförderung Exzellenzzentren aus Hochschulen, außeruniversitären und gewerblichen Forschungseinrichtungen zu entwickeln hilft. "Die HRK sieht sich damit in ihrer Einschätzung bestätigt", so Gaehtgens weiter, "dass die lange vernachlässigten Hochschulen nun im Zentrum der Reformen stehen müssen. Dazu gehört die finanzielle Förderung wie die Befreiung von leistungshemmenden Strukturvorgaben."



"Wenn die Hochschulen beim Aufbau von Exzellenzzentren mit internationaler Ausstrahlung ihre tragende Rolle spielen sollten, erklärte der HRK-Präsident, brauchten sie Stärkung vor allem in vier Bereichen: 1. geeignete Förderinstrumente für den wissenschaftlichen Nachwuchs, 2. mehr Spielräume für die Berufung exzellenter Wissenschaftler(innen), 3. institutionelle Autonomie etwa bei Personal und Zulassungen sowie 4. verlässliche Rahmenbedingungen vor allem bei der Grundfinanzierung durch die Länder.

In der Allianz-Entschließung heißt es unter anderem: "Die Hochschulen sind der wichtigste Knotenpunkt im Wissenschaftssystem sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. ... Aufgrund ihrer besonderen Stellung und ihrer aktuell und strukturell schwierigen Finanzlage bedürfen die Hochschulen dringend einer besonderen Förderung." Das Papier stellt darüber hinaus eine stärkere Wettbewerbsorientierung aller öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen in den Vordergrund. Bei der Diskussion um die Kompetenzverteilung bei Forschungsförderung und Hochschulbau zwischen Bund und Ländern plädieren die Wissenschaftsorganisationen für eine inhaltlich begründete Debatte in der Bundesstaatskommission.

Susanne Schilden | idw

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