Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Go East" erfolgreich: Immer mehr Deutsche studieren an Hochschulen in Mittel-Osteuropa und den Ländern der GUS

23.01.2004

Berchem und Catenhusen ziehen Zwischenbilanz des Mobilitätsprogramms Immer mehr deutsche Studierende und Graduierte wählen für ihren Studienaufenthalt ein Land in Osteuropa. Das ist vor allem ein Ergebnis des seit Sommer 2002 bestehenden Mobilitätsprogramms "Go East". Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ,BMBF, mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr finanziert und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ,DAAD, gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz und der Alexander von Humboldt-Stiftung betreut. Seit dem Start des Programms im Sommer 2002 konnte der DAAD bereits 1.400 Studierende und Graduierte fördern. Am 23. und 24. Januar treffen sich mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der TU Berlin, um eine Zwischenbilanz der erfolgreichen Initiative zu ziehen.

Der Staatssekretär im BMBF Wolf-Michael Catenhusen erklärte: "Die zunehmende Attraktivität von Hochschulen in Mittel-Osteuropa und den Ländern der GUS für unsere Studierenden und Wissenschaftler kommt genau zur richtigen Zeit. Der Beitritt der osteuropäischen Länder zur EU steht bevor. Ab Mai wird die Europäische Union 25 Mitgliedsstaaten mit rund 450 Millionen Menschen umfassen. Da kann die zunehmende Zahl der Studienaufenthalte in den östlichen Partnerländern für die wissenschaftliche, aber auch für die wirtschaftliche Zusammenarbeit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ost-Kompetenzen werden bereits heute verstärkt nachgefragt".

... mehr zu:
»Aufenthalt »DAAD »East »GUS »Mittel-Osteuropa

Das Angebot von "Go East" richtet sich an deutsche Studierende und Graduierte aller Fachrichtungen und erstreckt sich geografisch von Mittel-Osteuropa bis Zentralasien. Angeboten werden unter anderem Sprachkurse in Samarkand, Aufbaustudiengänge für Europastudien in Breslau, eine Sommerschule für Architektur in Riga oder für Geologie in Petersburg. Philologen und Osteuropawissenschaftler, Biologen, Ökologen, Architekten und Wirtschaftswissenschaftler haben über einen Aufenthalt wichtige Erfahrungen sammeln und Kontakte in die jeweiligen Länder knüpfen können.

"Bewährt haben sich kurzfristige Aufenthalte, durch die deutsche Studierende einen ersten Eindruck von der Region bekommen konnten", begründet der Präsident des DAAD, Prof. Theodor Berchem, den Erfolg. So förderte "Go East" sieben Sommerschulen mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten. "Unsere Bilanz kann sich sehen lassen, aber sie ist nur der Beginn eines Trends. Für eine erfolgreiche, ausgewogene Austauschstrategie braucht man einen langen Atem", so Berchem weiter. Wählten 2001 insgesamt 4200 Deutsche mit Unterstützung des DAAD ein osteuropäisches Land, waren es im vergangenen Jahr schon mehr als 5000.

Catenhusen sagte weiter: "Für deutsche Unternehmen sind Staaten in diesem Teil der Welt zu einer wichtigen Wachstumsregion geworden, die deutsche Studierende trotz des Erfolgs von "Go East" bisher immer noch zu wenig für sich entdeckt haben. In vielen dieser Länder werden Wissenschaft und Forschung auf hohem Niveau betrieben. Zahlreiche Hochschulen haben ihre Curricula modernisiert und Strukturen geschaffen, die ausländischen Studierenden und Graduierten sehr gute Lern- und Forschungsbedingungen sowie eine Anrechnung nach dem europäischen Leistungspunktesystem ECTS ermöglichen. Sprachliche Barrieren werden zunehmend abgebaut, da an vielen Hochschulen deutsch- oder englischsprachige Studiengänge existieren".

Berchem und Catenhusen appellierten gemeinsam an die jungen Menschen in Deutschland, die Chancen der EU-Erweiterung zu nutzen und ihr Wissen durch Aufenthalte bei unseren östlichen Partnern zu mehren: "Dies wird nicht nur dem europäischen Einigungsprozess nützen, sondern auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen"!

Pressereferat | BMBF
Weitere Informationen:
http://go-east.daad.de
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Aufenthalt DAAD East GUS Mittel-Osteuropa

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics