Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dienstleistungsforschung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

10.12.2003


Bundesforschungsministerium fördert erfolgreich systematische Entwicklung von Service und Dienstleistungen



„Dienstleistungen sind der Motor für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung. Mit der Dienstleistungsforschung leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“. Das sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF, Wolf-Michael Catenhusen, am heutigen Mittwoch bei der Eröffnung der 5. Dienstleistungstagung des BMBF in Berlin vor rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mehr als 70 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland werden bereits im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet, so der Staatssekretär.



Catenhusen: „Der Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft erfolgt keineswegs automatisch. Die systematische Entwicklung von Service und Dienstleistungen ist unabdingbar. Forschung und Wissenschaft haben in den letzten Jahren neue Wege bei der Konzeption von Dienstleistungen aufgezeigt. Die Förderung des Bundesforschungsministeriums von rund 75 Millionen Euro seit 1998 hat diese Entwicklung entscheidend vorangetrieben“. Etwa der gleiche Betrag sei von der deutschen Wirtschaft aufgebracht worden, so dass die Gesamtaufwendungen in Deutschland im Rahmen des Schwerpunktes „Innovative Dienstleistungen“ bei etwa 150 Millionen Euro liegen dürften.

Als Beispiel dafür, wie neue Dienstleistungsprodukte erfolgreich in den Markt gebracht werden können, nannte Catenhusen den Geschäftsplanwettbewerb im Handwerk. Hier sei es mit wissenschaftlich orientierter Unterstützung gelungen, Gewerke übergreifend neue Dienstleistungen zu entwickeln und bei der Umsetzung der Ideen durch die Betriebe Arbeitsplätze zu schaffen.

„Die bislang erzielten Ergebnisse haben auch international Beachtung gefunden. Die neue Disziplin des Service Engineering ist besonders zu erwähnen. Dabei geht es um die systematische Entwicklung neuer Dienstleistungen über die Grenzen unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen hinweg“. Catenhusen erklärte weiter, dass der deutsche Export von Dienstleistungen noch Schwächen aufweise. Deshalb werde das BMBF einen neuen Förderschwerpunkt bei der internationalen Ausrichtung und Exportfähigkeit von Dienstleistungen setzen: „Mit Forschung und Entwicklung werden wir dazu beitragen, Hemmnisse auszumachen und praxistaugliche Lösungswege für eine Stärkung der internationalen Ausrichtung unserer Dienstleistungswirtschaft zu entwickeln“.

Wichtig sei für das BMBF auch die Nachwuchsförderung in diesem Bereich. Insgesamt wurden während der 5. Dienstleistungstagung vier herausragende Arbeiten zum „Export von Dienstleistungen“ prämiert.

Catenhusen abschliessend: „In der Zusammenarbeit von Forschung, Wissenschaft und Praxis entstehen zukunftsweisende Konzepte für neue Produkte und Dienstleistungen. Wir werden unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit nur dann sichern, wenn wir neue Wege zur Dienstleistungsgesellschaft gehen“.

Auskünfte erhalten Sie beim
Projektträger DLR-PT Arbeitsgestaltung
und Dienstleistungen
Dr. Gerhard Ernst
Tel.: (0228) 3821 -138

Dr. Gerhard Ernst | BMBF
Weitere Informationen:
http://www.dl2100.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie