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Niedersachsen führend bei Schutz und Verwertung von Hochschulerfindungen

08.12.2003


Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebene Studie bescheinigt Niedersachsen bei der wirtschaftlichen Verwertung von Hochschulerfindungen hervorragende Arbeit.



Nach einem Bericht der "Kienbaum Management Consultants GmbH" zeichnet sich die Patentverwertungsagentur niedersächsischer Hochschulen (PVA) vor allem durch ihr Konzept und ihre Strategie aus. In der Untersuchung nimmt die niedersächsische PVA den drittbesten von 22 Plätzen ein.

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Da die Ergebnisse der Kienbaum-Studie Grundlage für den Umfang der bis 2006 zugesagten Förderung durch den Bund sind, erbringt das gute Abschneiden Niedersachsens den Hochschulen des Landes bis Ende 2006 weitere Sonderzuweisungen.

"Besonders überzeugen konnten unsere Patentverwerter durch ein attraktives Leistungsangebot für Erfinder an niedersächsischen Universitäten und Fachhochschulen", erläutert Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann. Der Minister kündigte an, dass das Land seiner PVA in etwa die gleiche Summe an Fördermitteln zur Verfügung stellen wolle wie der Bund. Stratmann: "Dies ist eine gut angelegte Investition."

Leistungsfähigkeit und Erfolg der Patentagenturen sind von Kienbaum sowohl qualitativ als auch quantitativ erfasst worden.
Bewertungskriterien waren zum Beispiel die Strategie in der Patentierung und Verwertung, Rückflüsse, Qualifikation der Mitarbeiter, Branchen- und Marktkenntnisse, Anzahl der Erfindungsmeldungen im Verhältnis zur Zahl der Wissenschaftler an Hochschulen sowie der Zeitaufwand für die Bewertung der Schutzrechtsfähigkeit für eine Erfindung. Die Daten sind im Sommer diesen Jahres anhand von schriftlichen Erhebungen und Befragungen der Mitarbeiter der PVA ermittelt worden. Ergänzt wurden sie durch Telefoninterviews mit Vertretern von Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen und mit Erfindern.

In Niedersachsen ist die PVA als Geschäftsbereich Patente und Lizenzen der Innovationsgesellschaft niedersächsischer Hochschulen "N-transfer GmbH" angesiedelt. "Wir haben gesehen, wo wir bereits gut sind, aber auch, wo noch Verbesserungspotenzial steckt", ergänzt die Geschäftsführerin von "N-transfer" Ursula Haufe. "Daran wollen und werden wir arbeiten. Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden kann."

Dörte Brankow | idw

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