Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ludwig-Maximilians-Universität München und Humboldt-Universität Berlin in der Forschung vorn

03.12.2003


Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ermittelt sieben Forschungsuniversitäten in den Geistes- und Naturwissenschaften



Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und die Humboldt-Universität (HU) Berlin belegen im aktuellen Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) die ersten beiden Plätze. Für ihre zum zweiten Mal vorgelegte, umfassende Studie bewerteten die Experten des CHE die Forschungsaktivitäten in den Geistes-, Wirtschafts-, Sozial- und Naturwissenschaften. In die Betrachtung wurden insgesamt 13 Fächer einbezogen. Dabei lagen die LMU mit 10 von 13 Fächern und die HU mit 9 von 12 Fächern in der Spitzengruppe.

Zu den weiteren besonders aktiven Hochschulen in der Forschung gehören auf dem dritten und vierten Rang die Universitäten Freiburg und Heidelberg. Zur Gruppe der Forschungsuniversitäten zählen darüber hinaus die Universitäten Bonn und Tübingen sowie die RWTH Aachen. Der Rang von Aachen ist umso bemerkenswerter als die ingenieurwissenschaftlichen Fächer in diesem Jahr nicht mit einbezogen wurden. "Unser Ranking zeigt, dass nur wenige Universitäten in Deutschland über Forschungsexzellenz in vielen Fächern verfügen", sagte Detlef Müller-Böling, Leiter des CHE bei der Vorstellung der Ergebnisse. Dies entspreche auch der Situation in anderen Ländern, nur sei man bisher in Deutschland zu sehr von der Fiktion der Gleichheit aller Universitäten ausgegangen. Mit diesem Trugschluss sei es jetzt vorbei.


Ziel der Studie ist es, die universitären Forschungsleistungen bundesweit transparent zu machen und besonders leistungsstarke Fakultäten hervorzuheben. Kriterien für die Ranglisten sind die Drittmittel sowie die Anzahl an Promotionen, Publikationen und Zitationen. Das im letzten Jahr zum ersten Mal vorgelegte Ranking basierte auf den Fakultäten in den Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In diesem Jahr wurden erstmals die Fächer Biologie, Chemie, Pharmazie und Physik in die Untersuchung einbezogen.

Die sieben Universitäten der Spitzengruppe bringen in mindestens der Hälfte der untersuchten Fächer herausragende Forschungsleistungen. Zum breiten Mittelfeld gehören 34 Hochschulen, die in einem Spektrum von sechs bis wenigstens einem Fach besonders forschungsstark sind. Die 16 Hochschulen der Schlussgruppe verfügen über keine forschungsstarke Fakultät.

Rückfragen an: Sonja Berghoff, Telefon: 0 52 41 / 97 61 29

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie