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Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Pilotprojekt - Weniger Schadstoffe in der Chemieausbildung

31.10.2000


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»Chemieausbildung »Schadstoff
Welche Schadstoffe und toxischen Nebenprodukte können entstehen, wenn ca. fünfzig Chemie-Studenten während eines zweiwöchigen Laborpraktikums mit chemischen Präparaten experimentieren?
Neben der Chemie setzen auch
viele andere naturwissenschaftliche Studiengänge und Ausbildungsberufe chemische Praktika voraus. Daher lässt sich leicht erkennen, dass die bei den zahlreichen Versuchen entstehende Menge an schädlichen Nebeneffekten kritisch überprüft werden muss.
Diesem Problem widmen sich bereits seit Anfang der 1990er Jahre die Institute für Organische Chemie (Prof. Dr. Henning Hopf) und für Ökologische Chemie und Abfallanalytik (Prof. Dr. Müfit Bahadir) der TU Braunschweig. Aus einer systematischen Analyse gängiger Praktikumversuche in der Chemieausbildung entstanden bereits 20 wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Die Initiative der TU Braunschweig wird nun in einem Verbundprojekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit einer Summe von 2,5 Millionen Mark gefördert, die zur Konzeption und Dokumentation neuer, möglichst ökologisch unbedenklicher Versuchsreihen dienen soll. Der öffentliche Zugang zu den Ergebnissen des Projekts soll anschließend über das Internet gewährleistet sein, so dass auch andere Ausbildungsstätten davon Nutzen tragen können.
In Zusammenarbeit mit den Universitäten Bremen, Jena, Oldenburg, Regensburg, der TU München und Partnern aus der chemischen Industrie strebt das Projekt eine bundesweite Optimierung der praktischen Lehre im Chemielabor an, in der die Entstehung von Schadstoffen und Emissionen weitgehend vermieden und ein größtmögliches Stoffrecycling erreicht werden soll. Auch soll der ökonomische Umgang mit Energie und Reaktanden für mehr Nachhaltigkeit sorgen.
Das Projekt leitet Prof. Dr. Burkhard König, Universität Regensburg, der schon während seiner Tätigkeit als Privatdozent an der TU Braunschweig maßgeblich an den vorangehenden Entwicklungen beteiligt war.

Nähere Informationen erteilt die Universität Regensburg unter der Internetadresse
http://www.uni-regensburg.de/Uni/Agenda21/OCPraktikum/umwelt-home.htm.

Ulrike Rolf | idw

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