Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsweisende Projekte zur Fernerkundung - Kooperation zwischen Universität und DLR besiegelt

18.07.2000


Die Universität Karlsruhe und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln werden künftig noch intensiver als bisher zusammenarbeiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde
heute unterzeichnet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich vor allem auf das Gebiet der Fernerkundung. Inhalt des Vertrages ist auch die gemeinsame Berufung auf die C4-Professur für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme an der Universität.

Durch den Kooperationsvertrag wird die bisherige Kooperation auf ein fachlich erweitertes Fundament gestellt. Gemeinsame Forschungs- und Lehrvorhaben sind geplant, die gegenseitige Nutzung von Räumen, Geräten, Einrichtungen und Dienstleistungen erlaubt vielfältige Synergieeffekte.

Die neue Professur wird am Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik angesiedelt. Das Institut mit seinem Leiter Professor Dr. Werner Wiesbeck arbeitet bereits seit 1985 mit dem DLR-Institut für Hochfrequenztechnik in Oberpfaffenhofen in der Fernerkundung zusammen. Die Zusammenarbeit beschränkte sich anfangs auf Forschungsprojekte zur Erkundung der Erde (Oberflächenbeschaffenheit, landwirtschaftliche Nutzung etc.), Kooperationen mit der NASA folgten. Das Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik der Universität, das auf den Gebieten Antennen und Systemkonzepte intensiv und erfolgreich forscht, hat diese Arbeiten begleitet. "Die Projekte zur Fernerkundung sind zukunftsweisend und von großer Bedeutung sowohl für die zivile Nutzung als auch im milititärischen Bereich", betont Werner Wiesbeck. Besonders erfolgreich war das Projekt SRTM (Shuttle Radar Topographic Mission), bei dem größte Teile der bewohnten Landmasse der Erde dreidimensional abgebildet wurden, und zwar mit einer relativ hohen Auflösung bis zu sechs Metern. Vor allem zum Aufspüren von Umweltschäden und Wasserverschmutzungen tragen die Karlsruher Forschungsergebnisse in der Fernerkundung bei.

Die Universität profitiert von der Kooperation mit dem DLR und der damit verbundenen Professur, weil sie Lehre und Forschung um ein aktuelles und anwendungsbezogenes Thema bereichern - die Informationsgewinnung durch Fernerkundung und Sensorik. "Vor allem in der Lehre können derzeit fehlende, aber dringend erforderliche Beiträge zur Raumfahrt, Fernerkundung und Navigation eingebracht werden", betont der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Professor Dr. Volker Krebs. "Unsere Studierenden können über Praktika, Seminar- und Diplomarbeiten in aktuelle Programme aus der Raumfahrt eingebunden werden, zum Beispiel in die Satellitenfernerkundung." In der Forschung eröffnet sich zum Beispiel der Zugang zu Großprojekten der European Space Agency (ESA) und der Europäischen Union (EU).

Für das DLR ist die Kooperation aufgrund der an der Universität geleisteten Forschungsarbeiten gleichermaßen von großem Interesse, auch die Integration der Studierenden wird als Vorteil erachtet. "Die Kooperation ist ein richtungsweisendes Beispiel für die Bündelung von Kräften zwischen leistungsfähigen Partnern, die eine wesentliche Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ist", so der Vorstandsvorsitzende des DLR, Professor Dr. Walter Kröll.

Den Kooperationsvertrag unterzeichneten der Rektor der Universität Karlsruhe, Professor Dr. Sigmar Wittig, und der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Professor Dr. Volker Krebs, sowie der Vorstandsvorsitzende des DLR, Professor Dr. Walter Kröll, und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Professor Dr. Jürgen Blum.

Nähere Informationen:
Dr. Andrea Melcher
Universität Karlsruhe
Tel.: (07 21) 6 08 62 12, Fax: (0721) 608 3658
andrea.melcher@verwaltung.uni-karlsruhe.de

Peter Zarth
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
Tel.: (0 22 03) 6 01 32 85, Fax: (0 22 03) 6 01 32 49
peter.zarth@dlr.de


Diese Presseinformation ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi077.html

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Presse und Kommunikation Universität Karlsruhe (TH) |

Weitere Berichte zu: DLR Fernerkundung Kooperationsvertrag Luft- und Raumfahrt Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie