Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gender Studies/Geschlechterforschung ist neuer Studiengang in Baden-Württemberg

29.09.2000


Universität Freiburg einmal mehr innovativ

Aktuell, wissenschaftskritisch und praxisrelevant - so lässt sich der Studiengang Gender Studies/ Geschlechterforschung beschreiben, der ab Wintersemester 2000/01 an der Albert-Ludwigs-Universität im Magisternebenfach studiert werden kann. Die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität ist mit der Etablierung dieses interdisziplinären Studiengangs nicht nur Vorreiterin unter den baden-württembergischen Universitäten, sondern sie steht auch in der Lehre der Geschlechterforschung gemeinsam mit der Humboldt Universität Berlin und der Universität Oldenburg bundesweit an der Spitze.

Der Blick über den Tellerrand eines einzelnen Faches und vielfach auch über den bisherigen wissenschaftlichen Horizont hinaus wird im Studiengang Gender Studies gelehrt und gelernt. Die Fragestellungen sind dabei sehr vielfältig: So werden Fragen der öffentlich-politischen und kulturellen Repräsentanz von Männern und Frauen in Geschichte und Gegenwart ebenso erörtert wie etwa die Veränderung des Arbeitsmarktes durch Teilzeit- und Telearbeit oder aktuelle Entwicklungen in der Gentechnologie, in der künstlichen Intelligenz und in der Medienkultur.

Die Universität Freiburg setzt mit dem neuen Studiengang auf den Brückenschlag zwischen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften einerseits und Medizin, Natur- und Technikwissenschaften andererseits. Damit sollen sowohl der Dialog als auch die kritische Auseinandersetzung zwischen den traditionell sehr unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen gestärkt werden.

Das Kernangebot wird von Fächern gestellt, die regelmäßig Lehrveranstaltungen anbieten und in denen Prüfungen abgelegt werden können: Alte Geschichte, Forstwissenschaft, Germanistik, Geschichte der Medizin, Informatik und Gesellschaft, Klassische Philologie, Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Skandinavistik, Slavistik, Soziologie, Theologie sowie Vorderasiatische Archäologie. Darüber hinaus beteiligen sich noch eine Reihe weiterer Fächer am Studiengang wie z.B. Humangenetik und Anthropologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Romanistik und Völkerkunde.

Geschlechterforschung sensibilisiert nicht nur für die "kleinen Unterschiede", die zwischen den Geschlechtern bestehen, sondern richtet sich über diesen Erkenntnisgewinn hinaus auch auf die Veränderung von Bewusstsein und sozialer Praxis. Es können Schlüsselqualifikationen für Tätigkeiten in vielen Bereichen - wie z.B. Wirtschaft, Verwaltung, Medien, Stadt- und Umweltplanung sowie im pädagogischen und kulturellen Bereich - erworben werden.

Für die Planung und Koordinierung des neuen Studiengangs und die Zusammenarbeit zwischen den Geschlechterstudien und den in Freiburg schon existierenden Anthropologie-Studiengängen wurde unter reger Beteiligung von einzelnen Fächern und Fakultäten im vergangenen Jahr das Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) gegründet, dem Prof. Dr. Elisabeth Cheauré und Prof. Dr. Jochen Martin vorstehen. "Die Einrichtung des inter-disziplinären Studiengangs Gender Studies eröffnet für die Freiburger Universität zukunftsweisende und in Baden-Württemberg einmalige Perspektiven", erklärte Elisabeth Cheauré.

Kernveranstaltung des Studiengangs ist im kommenden Wintersemester die interdisziplinäre Ringvorlesung "Dimensionen von Gender Studies", eine Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse. Hier können alle an Gender Studies Interessierte einen fundierten Einblick in geschlechterrelevante Fragestellungen der unterschiedlichen Fächer gewinnen. Diese Veranstaltung richtet sich nicht nur an die Studierenden des Fachs Gender Studies, sondern auch an diejenigen, die sich von der Vielfältigkeit, Aktualität und Praxisrelevanz des neuen Studienangebots noch überzeugen lassen wollen.

Eine erste Informationsveranstaltung zum Studiengang Gender Studies findet statt am 11. Oktober 2000 um 18.15 Uhr in Raum 1021 (Kollegiengebäu-de I).

Kontakt:
Koordinierungsstelle Gender Studies
Dr. Sonja Dehning, Marion Mangelsdorf
Werderring 8, 79098 Freiburg
Tel.: 0761/203-4216
Fax: 0761/203-8876
Dienstag bis Donnerstag 10-12 Uhr (während des Semesters)
E-Mail: zag@uni-freiburg.de
http://www.uni-freiburg.de/zag

 Leiter Kommunikation und Presse Rudolf-Werner Dreier | idw

Weitere Berichte zu: Gender Studie/Geschlechterforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics