Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

80 europäische Universitäten bauen an europäischem Informatik-Studium

18.12.2000


... mehr zu:
»Informatik-Studium
Die Vereinheitlichung des Informatik- und Elektrotechnik-Studiums ist das Ziel des europaweiten Projektes "THEIERE", an dem sich die FH Ravensburg-Weingarten als einzige deutsche Fachhochschule beteiligt. Damit
wird es für Studierende zukünftig leichter, den Studienort europaweit zu wechseln.

Das "Ja" aus Brüssel kam gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten. Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit dem keltisch klingenden Namen "THEIERE", zu dem sich 80 Universitäten aus nahezu allen Ländern Europas zusammengeschlossen haben. Aus Deutschland nehmen neben der Weingartener Fachhochschule die Universität Ulm und die Technische Universität Ilmenau teil.

"THEIERE" steht für "Thematic Homogenity in Electrical and Information Engineering Thanks to pre-Requisites and ECTS". Vereinfacht gesagt geht es darum, europaweit die Studienpläne für Elektrotechnik und Informatik abzustimmen und gemeinsam auf ein Top-Niveau zu bringen. Dies soll in den nächsten drei Jahren erreicht werden.

Davon profitieren auch die Weingartener Studierenden, die dann problemlos an eine der beteiligten 77 ausländischen Hochschulen wechseln können, ohne dass es zu Schwierigkeiten in punkto Anerkennung der Studienleistungen kommt. "Das Studium", erläutert Professor Dr. Klaus Schilling, der Weingartener Koordinator von "THEIERE, "wird für die Studierenden damit flexibler." Weiter können diese sich gezielt auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereiten. Ziel des Projektes ist es nämlich auch, Vorlesungen und Laborübungen der 80 Hochschulen in einem Internetportal,a also auf einer gemeinsamen Homepage, anzubieten. Per Mausklick können die Studierenden sich dann informieren, was an der Wunschuniversität genau gelehrt wird.

"Jede Hochschule", so Schilling, "wird den Bereich einbringen, mit dem sie sich besondere Anerkennung erworben hat." Bei der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten sind das die Gebiete Robotik, Telematik und Fernausbildung, allesamt Bereiche, in denen die Weingartener Fachhochschule internationales Renommee erworben hat. So wurden Teile des Marsroboters der Europäischen Weltraumorganisation in Weingarten entwickelt. Am Ende von "THEIERE" soll dann eine virtuelle Europäische Hochschule stehen, in der für Studierende der Wechsel zwischen einzelnen Hochschulen leichter fallen wird.

Die 80 Hochschulen kommen neben Deutschland aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Marokko (!), Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Türkei, der Tschechischen Republik sowie der Ukraine.

Dipl.-Journ. Tove Simpfendörfer | idw

Weitere Berichte zu: Informatik-Studium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht
23.01.2017 | Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie